17.01.2016

Alien: Covenant News und so

Die Fortsetzung zu Prometheus gehört zu den am meisten erwarteten Filmprojekten der kommenden Jahre. In den letzten Wochen sind eine Fakten über den Film bekannt geworden, die ich nicht im Einzelnen besprochen habe. Das hole ich jetzt mit diesem News Round Up nach.
Besonders spannend ist der Titelwechsel von "Alien: Paradise Lost" zu "Alien: Covenant". Ob es sich dabei um eine Frage des Marketings handelt oder Ridley Scott den neuen Titel schlicht schöner fand, bleibt offen.
Bei den kommenden "News" handelt es sich tatsächlich um "News". Gerüchte habe ich bewusst außen vor gelassen. "Here are the facts."


1. Alien: Covenants Kinostart ist bekannt

Ridley Scott's Prometheus-Sequel wird am 6. Oktober 2017 im Kino landen. Wenn man ca. ein Jahr für die Postproduktion einberechnet, dürften die Dreharbeiten in den nächsten paar Wochen losgehen. Da kann man sich jetzt schon auf mehr News und Fotos vom Set freuen.

2. Die Handlung wurde bekannt gegeben

“Bound for a remote planet on the far side of the galaxy, the crew of the colony ship Covenant discovers what they think is an uncharted paradise, but is actually a dark, dangerous world — whose sole inhabitant is the “synthetic” David (Michael Fassbender), survivor of the doomed Prometheus expedition.”
Was? Keine Elizabeth Shaw? Gerade dieses Detail springt einem besonders ins Auge. Was ist aus Noomi Rapace's Charakter geworden? Ist Shaw tot? Wäre nicht das Schlimmste, das uns als Zuschauer passieren könnte.
Meine Theorie ist, dass David seine Begleiterin in eine der Hyperschlafkapseln an Bord des Engineerschiffs geworfen hat, wo die Crew der Covenant sie gegen Ende des Films entdecken wird. Ganz nach dem Motto "Der Typ, der euch die ganze Zeit schöne Augen gemacht hat, ist ein Psychopath! Lauft solange ihr noch könnt!"

Hinzu kommt noch diese Aussage von Ridley Scott:

Other casting hasn’t been confirmed, although Scott did say that Prometheus 1 star Noomi Rapace will only appear briefly in Covenant.”
Ich habe das dumpfe Gefühl, dass man gemerkt hat, wie sehr man sich mit Shaw in eine Ecke geschrieben hat. Denn wenn man sich Prometheus mal so ansieht, ist Shaw von allen Figuren die statischste. Alle Charaktere machen eine Entwicklung durch - außer Shaw. David hatte von allen am meisten Potential. Was ist das doch für eine schöne Überraschung, dass ausgerechnet David der Fokus des nächsten Films sein wird.

3. Alien: Covenant ist der Auftakt einer Trilogie

Scott weiter:

"So I’m now going to the next one, which is the next evolution directly connected with the first one, which was this Shaw, when he replaced Michael Fassbender in two pieces and we’ll kind of pick it up there and it will evolve. When that’s finished there’ll be another one and then another one which will gradually drive into the back entrance of the film in 1979."

Soweit ich mich erinner kann, war Prometheus ursprünglich als erster Teil einer Prequeltrilogie gedacht. (Kann mich da jemand mit einer Quelle unterstützen?)
Jetzt scheint Prometheus eher zu einem Prolog eines noch größeren Werkes zu schrumpfen. Das ganze wundert mich extrem wenig. So viele gute Ideen auch in Prometheus eingebaut wurden, mindestens genauso viele schlechte Ideen haben das Gute (fast) zunichte gemacht. 
Charakter-Motivationen haben fast komplett gefehlt, genauso wie entsprechende Harmonie zwischen den Figuren. Bei Prometheus konnte man sich nicht entscheiden, ob man Fisch oder Fleisch wollte. Wollte man Star Trek oder (wie in Alien) das Texas Kettensägenmassaker im Weltraum? Die Idee, beides zu mischen, ist zwar nett, allerdings hat die Ausführung leider nicht hingehauen.
Mit Covenant einen "Soft Reboot" zu starten, macht also Sinn.

4. Michael Fassbender in einer Doppelrolle


“Confirming that Sydney would be the location for Alien: Covenant on Friday, Scott said it would follow on from 2012’s Prometheus and would have Michael Fassbender returning as both android David and a doppelganger.”

Als ich das gelesen habe war mein erster Gedanke nur: "Gut, dass ich keine Fan/Slasherfiction lese..."
Jetzt wird es richtig interessant! Anscheinend wird die Covenant einen eigenen Androiden des David 8 Modells mit sich führen. Da Ridley Scott anscheinend gern mit dem Thema synthetischer Menschen herumexperimentiert, dürften gerade die Szenen zwischen den beiden Davids besonders spannend werden.

5. Die weibliche Hauptrolle steht fest

Katherine Waterson wird den Hauptcharakter namens Daniel spielen. Zum Charakter an sich ist noch nichts bekannt. Bisher kenne ich Waterson nur aus Paul Thomas Andersons Inherent Vice, wo ich sie auch wirklich gut fand. 

6. Scott visiert ein "hard R-Rating" an

Prometheus mag zwar auch ein R-Rating bekommen haben, doch irgendiwe hat mich die Alterseinstufung des Films nie überzeugt. 
Die Kaiserschnitt-Szene und die weggeblendete Gewalt im Film sind nur schwache Grundpfeiler, auf denen man einen Alien-Film stützen kann. Gore war zwar nie der "Kern" der Reihe, jedoch war man in Sachen Gewalt noch nie so zimperlich wie in Prometheus (außer vielleicht in Alien VS. Predator). Auch der kinderfreundliche Umgangston im Film ist eine lachhafte Anstrengung, Prometheus möglichst "familenfreundlich" an mehr Zuschauer zu verkaufen.
Anscheind hat man nun endlich kapiert, dass das Alienfranchise für Erwachsene gemacht ist und dass man sich mit zensierten "Fucks" weichgespülter Action keine Freunde macht.
Ridely Scott hat selbst gesagt, dass er etwas einbauen möchte ist, dass "much worse" ist, als die Chestburster-Szene im original Alien. Ich bitte darum. Bitte überrascht mich. Ok, ich bin aus meiner "Ich will das mich ein Film anekelt"-Phase schon lange heraus gewachsen. Trotzdem würde ich gerne mal einen dieser Momente im Kino erleben, über die man sonst nur aus den Zeiten von "Der Weisse Hai", "Der Exorzist" oder eben "Alien" hört. Einmal möchte ich sehen, wie jemand angeekelt aus dem Kino rennt... Man wird doch noch träumen dürfen!
Wenn man es schon nicht mit Terminator auf die Reihe bekommt, sich auf seine Horrorwurzeln zu berufen, dann doch bitte mit Alien.

7. Die ALIENS sind zurück!


Das wichtigste Franchise-Element neben Ripley und einem vernünftigen R-Rating ist endlich wieder dabei: Die Xenomorphs.
Bei Prometheus hat mich die Abstinenz der biomechanischen Bestien nicht "gestört". Immerhin hatte man den Status von Prometheus immer wieder als Nicht-Alien-Film bestätigt. Der Film sollte im selben Universum spielen, aber nicht als direkter Teil der Reihe gesehen werden. Wohin uns dieser Ansatz geführt hat sehen wir ja jetzt an ALIEN: Covenant.

Scott dazu:

“Well, really it’s “Alien.” They’re going to go to the planet where the engineers came from, and come across the evolving creature that they had made. Why did they make it? Why would they make such a terrifying beast? It felt bio-mechanoid, it felt like a weapon. And so the movie will explain that, and reintroduce the alien back into it.”
Egal, ob nun das Studio oder die Fangemeinde gewisse Elemente zurück in die Reihe gepusht haben oder nicht: Ich bin froh, dass man wieder versucht, sich auf die Grundpfeiler der Serie zu besinnen. Ridley Scott verfolgt zwar eine eigene Agenda bei seiner Rückkehr zum Franchise, kann aber auch nicht aus seiner Haut als Auftrags-regisseur, der das Produkt abliefert, für das er bezahlt wird. Wenn das Studio und die Fans von ihm erwarten, einen düsteren und kompromisslosen Scifi-Horrorfilm auf die Leinwand zu bringen, dann wird er auch das bestmögliche Produkt abliefern wollen. Hoffen wir das beste.


via AvPGalaxy

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