31.01.2015

UPDATED! "Gotham" - Ein erster Eindruck UPDATED!

EDIT vom 31.01.2015:

Kurz vor dem Start der Serie auf Pro7, muss ich ebend dieses Update veröffentlichen.
Lasst die Finger von Gotham! Ich habe es bis zur etwa sechsten Folge ausgehalten, und wollte am liebsten den Fernseher vom Balkon segeln lassen! Es wird einfach immer dümmer und schlechter. Die Drehbücher werden immer platter und die Charaktere scheinen von Episode zu Episode immer dümmer zu werden! Tut euch selbst einen gefallen: Lest lieber die Comics und lasst die Serie von vornherein links liegen. Echt jetzt.

"Ich bin Batman." ist der Satz, der sich 1990 in mein gerade 4 jähriges Gehirn gerbannt hat. Seitdem bin ich Fan des Caped Cruesaders, der schon seit 65 Jahren in allen medialen Formen mehrere Reinkarnationen erlebt hat. 
"Ich bin Batman." ist ein Satz, den wir in der neuen Fernsehserie von Fox wahrscheinlich nie zu hören bekommen werden. Zwar beginnt die Show mit dem Mord an Bruce Waynes Eltern, doch im Gegensatz zu "Year One" oder "Batman Begins" folgt im Anschluss keine Einblendung wie "15 Jahre später" oder Ähnliches. Wir bleiben auch nicht (die ganze Zeit) beim Alleinerben der Wayne-Familie. 
Der Held von "Gotham" ist Detective James Gordon: Kriegsheld, Sohn eines Polizisten und jetzt einer von den guten Cops. Als solcher bleibt Gordon natürlich nichts anderes übrig, als sich um den jungen Bruce zu kümmern und im zu schwören, persönlich den Killer seiner Eltern seiner gerechten Strafe zu zuführen.
Recht schnell werden Detective Gordon und sein Kollege Harvey Bullock in einen Sumpf von Korruption gezogen und müssen sich auch mit Gegnern aus den eigenen Reihen herumschlagen.

Als ich den ersten Gotham-Trailer gesehen habe, war ich alles andere als überwältigt. Zum einen ist es ersteinmal abschreckend, wenn man das Gefühl hat, es würde einem "Muppet Babies" mit halbwüchsigen Bruce Wayne, Poison Ivy und Catwoman vergesetzt. Zum andereren ist es generell befremdlich Gotham City zu sehen ohne mit dem Goddamn Batman rechnen zu können. 
Der moralische Dreh- und Angelpunkt in dieser Version des Batman Universums ist eben James Gordon. Ich bin selbst überrascht, wie schnell ich mich nach dem Piloten mit dieser Prämisse und dem Setting anfreunden konnte. An sich mag ich das Prinzip von Cop-Shows eher selten und seitdem "Life" zu früh abgesetzt wurde bin ich noch immer etwas "beleidigt". Krimiserien, in denen die Schnittmenge von Arschlöchern und Polizisten zu hoch ist, kann ich auch nicht die ganze Zeit ertragen. Es mag wie Fantasy klingen, doch nicht alle Polizisten sind korrupte Kotzbrocken, die auch vor Folter nicht zurückschrecken. Einen idealistischen "Guten Kerl" als Helden zu sehen ist in der Tat mal ganz nett. 

Der Look von "Gotham" kann sich sehen lassen. Meist düster, verregnet und in den Straßen und Seitengassen wimmelt es von Gesindel. New York City als Drehort für die Serie zu wählen war eine gute Entscheidung, denn das Chicago in Christopher Nolan's Filmen sah mir immer etwas zu "clean" aus. Außerdem war der Big Apple ja auch eine der Hauptinspirationen für Gotham in den Comics.
Generell fühlt man sich ohnehin stark an die Comichefte und Cartoons erinnert, was man kleinen, bewusst gewählten Anachronismen in der Mode, den Autos und anderen Elementen in der Serie zu verdanken hat. 

Die oben genannten "Miniversionen" von Poison Ivy und Catwoman sind auch relativ organisch eingebaut. Allerdings hoffe ich, dass man in Zukunft davon absehen wird gerade diese Charaktere an den sprichwörtlichen Zaunpfahl zu binden und ihn jede Woche von den Augen der Zuschauer zu schwenken.
Der große Bad Guy in Spe der Serie ist wider Erwarten nicht der Joker, sondern Oswald Cobblepot aka. der Pinguin. Diese Entscheidung finde ich besonders interessant, da gerade dieser Charakter (außer in Batman's Rückkehr) relativ unterrepräsentiert ist und viel Potential mitbringt. Den Pinguin als kleinen, psychotischen Gauner mit Ambitionen zur Macht zu zeigen, funktioniert im Pilot ganz gut, was besonders an der schauspielerischen Leistung von Robin Lord Taylor liegt.
Generell sind die Schauspieler in "Gotham" nach ihrem Können ausgewählt und sind nicht nur hübsche Gesichter, die pubatierenden Teenagern gefallen sollen (Hallo, "The Flash"!). Ben McKenzie und Donal Logue als Jim Gordon und Harvey Bullock funktionieren wirklich gut als SEHR ungleiches Ermittlerteam, und David Mazouz mimt einen echt guten Bruce Wayne. Der Rest der Besetzung weiß ebenfalls zu ebenfalls glänzen, auch wenn sich die Gesamtleistung über die kommenden Folgen hinweg natürlich erst noch zeigen wird.

Also Batman-Fans, lasst euch nicht von Promos mit kleinen Kindern abschrecken. Seht "Gotham" als Cop-Show mit Potential und vielen Insidern für Comic-Geeks.




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