21.02.2014

Terminator: Genesis Besetzung scheint "komplett" zu sein

Mit Jai Courtney als Kyle Reese wurde gestern einer der letzten Hauptdarsteller für das Terminator Sequel/Reboot (Seboot?) bestätigt. Der Kern der Truppe dürfte also feststehen. Dass Ahnoold als/in Terminator wiederkommen würde war ja schon länger bekannt. Vor ein paar Wochen wurden Emilia Clarke (die "Mother of Dragons" aus Game of Thrones) als Sarah Connor und Jason Clarke (Zero Dark Thirty) als John Connor bekannt gegeben. Zwei Mal Clarke. War der Nachname bei der Wahl ausschlaggebend? Wer weiß. (Wahrscheinlich nicht.) 

Die Cast sieht schonmal ganz ok aus. Wenn man sich das Alter der Schauspieler mal so anguckt fällt auf, dass Emilia Clarke und Jai Courtney im gleichen Alter sind (beide Mitte/Ende 20), wobei Jason Clarke schon die Mitte der 40er erreicht hat. Kommt es also zu überschneidenden Zeitabläufen? Operiert John Connor aus der Zukunft heraus und mischt sich in die Vergangenheit ein? Da es sich offiziell um ein Reboot der Reihe handeln soll, kann ich mir Vorstellen, dass Genesis zu einem großen Teil die Geschehnisse des ersten Terminator-Films nacherzählt und neue Elemente eibauen wird. Womöglich kommt John Connor zurück ins Jahr 1984 und musst den Ablauf der Geschichte selbst weiter verändern. Würde Sinn machen. So kann man sich stark genug an das Original lehnen und gleichzeitig eine eigene Richtung für Sequels einschlagen, um sich einiges an story-technischen Freiraum zu schaffen.
Als Vergleich kann man wohl das Planet of the Apes Reboot heranziehen.

An sich kann man mit der Wahl der Darsteller wohl recht zufrieden sein. Emila Clarke sieht aus wie die Tochter von Linda Hamilton und Jason Clarke sieht (im Gegensatz zu allen anderen bisherigen Schauspielern) wenigtens mal so aus wie eine erwachsene Version von Edward Furlongs John Connor. Es wirkt also so, als würde man sich bei dem neuen Kanon Hauptsächlich an James Camerons Filmen orientieren, anstatt zu versuchen Rise of the Machines und Salvation mit reinzuknüppeln. 

Bei Jai Courtney bin ich etwas skeptisch. Zufälligerweise habe ich am Dienstag das erste Mal A Good Day to Die Hard gesehen und war... unterweltigt. Diesen Umstand kann man dem öden Drehbuch und der Tatsache, dass Die Hard 5 einfach kein echter Stirb Langsam-Film ist anhängen. Jai Courtney kommt leider wie ein farbloser Fleischbrocken rüber und nicht wie ein Sohn von John McClane. Auch die Ähnlichkeit zu Michael Biehn sucht man vergebens. Bei dem Jungen hat man das Gefühl, er sei nur gecastet worden, weil er gerade "im Kommen" ist und sein Agent ihm mal was Großes schuldig war. Bin gespannt was da draus wird. Erstmal einen Trailer abwarten, bevor man in bline Nerdrage verfallt.

Bei dem Team hinter der Kamera bin ich auch relativ Sorgenfrei. Alan Taylor (Thor the Dark World) führt Regie und das Drehbuch kommt von Laeta Kalogridis (Shutter Island) und Patrick Lussier (Drive Angry). Ich hoffe einfach mal, dass man sich nicht nur optisch (was die Gesichter angeht) an die Originalfilme lehnen wird, sondern auch versucht wieder etwas Kopflastiger an das Thema heran zu gehen. Für mich waren die beiden Filme von Cameron immer mehr eine Art Action-Arthaus-Kino. Das könnte auch gern wieder re-etablieren werden.

Terminator: Genesis ist für den Sommer des nächsten Jahres angekündigt. In einem Anderthalbjahr wissen wir also ob sich das Warten bzw. Rebooten gelohnt hat.

via ComicBookMovie

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