08.12.2013

Review: Star Wars Vol. 1 - In the Shadow of Yavin

Titel: Star Wars Volume 1: In the Shadow of Yavin
Autoren: Brian Wood (Story), Carlos D'Anda (Zeichnungen) u.a.
Verlag: Dark Horse
Veröffentlichung: bereits erschienen
Format: Paperback, ca. 150 Seiten
Preis: ca. 14,00€






Nur wenige Monate nach der Zerstörung des ersten Todessterns könnte die Stimmung in der weit, weit entfernten Galaxie eindeutig besser sein: Luke Skywalker zweifelt an seinem Können und an dem Sinn der vielen Opfer im Kampf gegen den Todestern, die Rebellen suchen nach einem neuen Versteck und müssen sich mit Verrätern in den eigenen Reihen herrumschlagen. Zeitgleich tappen Han Solo und Chewbacca auf Coruscant in einen imperialen Hinterhalt und Darth Vader wird auf Grund seines Versagens bei Yavin  vom Imperator abgestraft.

Mit "In the Shadow of Yavin" bekommt man im besten Sinne des Wortes eine Art "Reboot" vorgelegt, das auf mehreren Fronten neues Terrain betritt: Es wird nicht nur ein einfacher (neu-)Einstieg in die Saga ermöglicht, auch der Focus auf einen bestimmten Charakter ist sehr interessant. Während sonst Luke Skywalker in den alten Marvel-Comics als DER Held da stand, blieb - nach Han und Chewie - Leia eher im Abseits. 
Shadow of Yavin überlässt der Prinzessin von Alderaan ein üppiges Stück der Bühne, um etwas mehr glänzen zu können. Sei es als Politikerin, Pilotin oder im Kampf - Leias Charakter wird endlich dreidiminsionaler dargestellt und verhält sich auch so wie man es von ihr erwartet. Besonders wenn man von Eine Neue Hoffnung ausgeht, müsste man wissen, dass die Frau mehr drauf hat als ihr oft zugesprochen wird.

Frauen, die was drauf haben, kommen in diesem Comic generell nicht zu kurz. Neben der bereits bekannten Mon Mothma aus Die Rückkehr der Jedi-Ritter, finden sich eine ganze Menge neuer weiblicher Charaktere - sowohl auf der Seite der Rebellion als auch auf der des Imperiums. Allein diese Tatsache ist schon etwas besonderes, da man bei den Filmen durchaus das das Gefühl haben könnte, Leia sei die einzige Frau in der Galaxis. 

Wie oben bereits erwähnt ist der Storystrang von In the Shadow Shadow of Yavin auf mehrere Fronten verteilt. Alle Charaktere erleben ihre eigenen Abenteuer, die soweit ich das einschätzen kann spätestens im zweiten Band ineinander fließen werden. 
Was den generellen Verlauf der Story angeht kann man den ersten Band wohl noch als ein Intro zu einem recht umfangreichen Epos kategorisieren. Allein der Umfang der ersten 6 Hefte, die hier in einem Volume vorliegen, lässt ablesen, wie viel da wohl auf den Leser zukommen mag. Eben wegen dieses einführenden Charakters des ersten Bandes ist es etwas schwierig viel über die Geschichte an sich zu sagen. Das Setup und die bunte Mischung an Figuren und deren Ausgangssituationen macht zumindest schonmal Lust, die Reihe weiter zu verfolgen. Im Februar erscheint der zweite Band "From the Ruins of Alderaan", von dem ich mir vielleicht etwas "Action" erhoffe.

Über das Artwork von Carlos D'Anda muss man wohl nicht all zu viele Worte verlieren. Auch wenn der Mann eine recht eigene Art hat Köpfe zu zeichnen und seine Vorstellung von Darth Vader mir etwas sauer aufstößt, kann sich der Look von Star Wars (wie die neue Reihe schlicht betitelt wurde) durchaus sehen lassen. Allein Leia in ihrer schwarzen Piloten-Kluft macht einiges her.

Fazit: 8von10 exzentrischen Astromechdroiden

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