13.08.2013

Star Wars Celebration Europe II 2013 - Der große Recap mit Fotos Teil 2

Zuerst kurz dazu, warum Teil 2 unseres Star Wars Celebration Recaps so spät kommt. Vor 1 1/2 Wochen ist Christians Großvater gestorben und da blieb das Internet einfach auf der Strecke. Ich glaube mehr muss man dazu gar nicht sagen, ich wüsste auch nicht was.

So. Und jetzt der Recap der restlichen Star Wars Celebration Tage in Essen, in dem ich verrate, was Kathleen Kennedy zu erzählen hatte und wie Mark Hamill so drauf war.


Der Samstag begann nach einem anstrengenden Freitag wieder in aller Frühe mit Anstehen, diesmal nicht vor dem Messeeingang, sondern direkt an der Celebration Stage, auf der Kathleen Kennedy erscheinen sollte. Der Auftritt der neuen Lucas Geschäftsfüherin war für uns ein Pflichttermin, schließlich hofften wir das ganze Wochenende auf Neuigkeiten zu nächsten Filmen und Projekten. Die Stimmung war dementsprechend euphorisch und zum ersten Mal whoooote auch der deutsche Teil des Publikums bei der Pre-Show mit.
Wieder betrat Warwick Davis die Bühne, wieder gingen die Lichter aus und nach einem gefühlt-10-minütigen Video mit Ausschnitten aus all den Filmen, die Frau Kennedy in ihrer Laufbahn produziert hat, betrat die neue Chefin zum ersten Mal die Bühne einer Star Wars Celebration.
Auf Warwicks Celebration Couch angekommen überschüttete sie erst einmal alle anwesenden und im Universum existierenden Star Wars Fans mit Begeisterung über deren Engagement. Das folgende Gespräch konzentrierte sich wie erwartet auf die Vorbereitung der neuen Episoden. Bemerkenswert hierbei war Kennedys Versicherung, man werde sich wieder mehr auf echte Sets, Kostüme, Effekte etc. berufen und Digitale Effekte mit Bedacht einsetzen.


Für uns war das ehrlich gesagt interessanter, als die "real big news", die Kennedy bei ihrem Auftritt für die Fans hatte: John Williams wird auch bei den neuen Star Wars Filmen für die Musik zuständig sein. Wow. Das wussten alle, die die richtigen Blogs abonnieren auch schon ein wenig früher, obwohl eine offizielle Bestätigung natürlich erst auf der Celebration erfolgte. In einem kurzen Video konnte dann auch Williams selbst zum Ausdruck bringen, wie sehr er sich darauf freut, wieder dabei zu sein.
Nachdem Warwick hier und da angedeutet hatte, dass er für eine Rolle in den neuen Filmen durchaus zu haben sei und Kennedy das lächelnd registrierte und erklärte, man sei in Sachen Script noch nicht so weit, das zu entschieden, war die Stunde dann auch schon wieder rum. Allgemein lässt sich sagen, dass Kathleen Kennedy vor allem eine vernünftige, bodenständige und engagierte Geschäftsführerin ist, die man als Fan gern in Georges altem Büro sehen sollte. Um eine sinnvolle Story und runde Charaktere scheinen sie, J.J. Abrams und Michael Arend jedenfalls sehr bemüht.


Das war dann auch schon der Samstag, denn die neue Wohnung von Christians bestem Freund Bati musste feierlich begossen werden. Carrie Fisher, mit der Warwick seine erste Szene aus Episode VI nachstellte, sahen wir daher nicht, allerdings haben wir den epischen Abend mit Freunden gern gegen die (laut anderer Celebration Besucher) seltsame Stimmung mit der schwierigen Frau Fisher eingetauscht.
Bevor wir wieder in die U-Bahn stiegen hatten wir allerdings noch ein wenig Zeit, um in Ruhe durch die Fan-Halle der Celebration zu schlendern. Zwischen Sturmtruppen, Mandalorianern, selbstgebauten Waffen, Kostümen, Sets und Droiden fühlte man sich ein wenig wie „endlich zuhause“.


Am Sonntag waren wir sehr hibbelig, da das Panel „The Jedi Returns“ auf dem Programm stand. Schon am Vortag hatten wir Mark Hamill von weitem im Hawaii Hemd an seinem Autogramm Stand sitzen und seinen Namen auf Fotos kritzeln sehen. Warum haben wir uns kein Autogramm geholt? Weil die Preise unverschämt waren. Für drei Sekunden mit Mark Hamill durfte man z.B. stolze 120 Euro berappen..
Bevor uns die Stunde mit dem Jedi schlug, wollten wir uns vom offiziellen Vertreter von Hasbro neue Produkte vorstellen lassen. Auf der „Behind the Scenes Stage“ wurde einer kleinen, eingeschworenen Gruppe von Fans zunächst der zweite Teil von Star Wars Angry Birds näher gebracht, dann erlaubte man uns einen exklusiven Blick auf die neue Black Series. Die neuen 6-inch und 3.75-inch Figuren sind sehr detailliert und hochwertig, das konnten wir ja schon an Christians Boba Fett und am Hasbro Stand feststellen. Neues, exklusives Wissen gab es bei diesem Panel nicht, aber ein wenig Star Wars Spielzeug anschauen ist ja nicht schlecht.


Da wir uns für Mark Hamill früh genug anstellen wollten, um Plätze in den ersten Reihen zu bekommen, verzichteten wir auf das Panel zu der neuen Animationsserie Star Wars Rebels. Statt uns also an den wohl größten Neuigkeiten, die auf dieser Celebration bekannt gegeben wurden, zu erfreuen, saßen und standen wir vor den Türen zur Hauptbühne. Das zahlte sich jedoch aus, denn nachdem ich uns unauffällig immer näher an den Beginn der Reihe geführt hatte und nach Einlass gerannt war, saßen wir tatsächlich in Reihe drei mit direktem Blick auf die Celebration Couch.
Und dann kam Luke Skywalker auf die Bühne. Also Mark Hamill, der nicht einfach nur gut gelaunt war, sondern wirklich strahlte. Es folgte ein unterhaltsames Gespräch, bei dem vor allem eines klar wurde: Mark Hamill scheint fest davon auszugehen, dass er bei den neuen Filmen mit dabei ist. Nie klang es, als zweifle er selbst daran, dass Luke Skywalker wieder auftauchen würde. Über konkrete Verträge sagte er jedoch nichts. Dafür demonstrierte er, dass er Harrison Ford zur Not zumindest sprechen könnte. Ebenso wie den Joker, dessen Stimme er tatsächlich nur einmal zum besten gab.
Zum Nachspielen hatte sich Warwick die wohl bekannteste Star Wars Szene aller Zeiten ausgesucht: Vaders Kampf mit Luke und die berühmte Line „No, I am your father.“ aus Episode V. Statt selbst wieder Luke Skywalker zu spielen entschied sich Mark Hamill jedoch dafür, einen Fan, der in der Pre-Show einen Luke Skywalker Contest gewonnen hatte, als Mentor durch die Szene zu begleiten. Das war alles sehr lustig und mit vielen Anekdoten vom Dreh angereichert. Alles in allem ist Mark Hamill einfach nur ein total netter, normaler Nerd, der gern zuhause bleibt und sich genauso sehr auf die neuen Filme freut, wie jeder andere.


Nachdem Mark Hamill die Bühne verließ waren wir glücklich und schwebten förmlich über den Celebration Floor – ein letztes Mal. Noch ein paar Fotos, noch ein paar letzte Schnäppchen, bevor die Händler abbauen: dann war es vorbei. Einfach so. Wir fuhren heim, sortierten Fotos (diese Fotos) und sahen uns am Abend noch einmal Episode VI an, deren Limited Special Edition mit der Laser Disk Fassung Christian just per Post erhalten hatte.
Am nächsten Morgen nicht nach Essen zu fahren, nicht Warwick Davis auf der Bühne zu sehen und nicht mit vielen gut gelaunten Star Wars Fans zwischen Sets, Raumschiffen und Händlertischen herum zu wandern war auf einmal ungewohnt. Wenn es nach uns geht, hätte die Star Wars Celebration ruhig weiter gehen können. Die nächste findet wieder in den USA statt, da werden wir wohl nicht dabei sein. Aber unser Convention Fieber ist da und wird wohl nicht mehr so schnell verschwinden. Wer weiß, auf welche Veranstaltung es uns das nächste mal lockt? Dann vielleicht endlich auch mit Presse Ausweis, Smartphone und allgemein mehr Möglichkeiten, unsere Erlebnisse zu teilen.


Ein Fazit zur Celebration? Ich glaube das fällt für jeden anders aus, denn es gab so viele verschiedene Veranstaltungen und Highlights, dass man die gleichen drei Tage wirklich ganz unterschiedlich erleben konnte. Christian und ich kamen jedenfalls voll und ganz auf unsere Kosten. Wir haben viele unserer Helden nur ein paar Meter von uns entfernt gesehen, wir haben uns drei Tage gefühlt wie im Star Wars Himmel. Wer mit dem Veranstaltungsprogramm nichts anfangen konnte, der hatte natürlich Pech, denn in der Tat gab es zum Beispiel verglichen mit der Gamescom wenig Händler und Aussteller. Für uns war das jedoch reine Nebensache. Wir haben Mark Hamill gesehen. Und wann kommt der schon mal wieder nach Deutschland?

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