04.05.2013

May the 4th be with you! - 2013


Möge die Macht mit euch sein! Wiedermal ist Star Wars Day. Dieses Jahr ist jedoch ein ganz besonderer SW-Tag, da man nicht nur Krieg der Sterne und alles was damit zu tun hat feiern kann, sondern auch das Fortbestehen oder erneute Aufblühen der Sternenkrieg-Saga. Außer The Clone Wars und dem übrlichen Expanded Universe-Kram gab es nicht viel was die Saga am Leben erhalten hat. Immerhin ist Star Wars in seinem Kern ein Film-Franchise wenn man es mal nüchtern, fernab von seiner Fankultur, betrachten will.

Lange Zeit war das Mantra von George Lucas er sei fertig mit seiner Saga und nach der Rückkehr der Jedi Ritter sollte nichts mehr passieren. Insgeheim wusste man aber, dass der feiner Herr einfach keinen Bock mehr hatte Regie zu führen und ständig dafür attackiert zu werden, wenn das Endprodukt Mist sein sollte. Zu viel Kritik hat den Mann eher verbittert als dass er lieber Hilfe angenommen hätte. 

Es ist tatsächlich schon 6 Monate her, dass der Walt Disney Konzern Lucasfilm und dessen Lizenzen und Tochterfirmen aufgekauft hat. Das heisst fast alle Lizenzen, da die Rechte an "Eine neue Hoffnung" und "Jäger des verlorenen Schatzes" noch bei Fox bzw. Paramount liegen. Was die Tochterfirmen angeht wurden in den vergangenen Wochen einige Kürzungen und Entlassungen durchgeführt. Neben großen Ankündigengen kommen also auch immer wieder schlechte Nachrichten durch. Ein Wechselbad der Gefühle für Star Wars Fans und auch für die, die am anderen Ende der Konsumenten-Kette gesessen haben: den Schöpfern von Produkten mit dem Star Wars Stempel darauf.

Die Meinungen über Entlassungen einzelner Angestellter und Schließungen ganzer Zweige von Lucasfilm gehen weit auseinander. Auf der einen Seite ist es natürlich immer traurig wenn Leute ihre Jobs verlieren, besonders dann wenn sie selbst nichts für ihre Entlassungen können. Nun ist es aber so, dass Lucasfilm (gelinde gesagt) als Unternehmen eher einer Hippiekommune glich. Das "humane" Prinzip nach dem Motto "Hat nicht geklappt, ist aber nicht schlimm und beim nächsten Mal wirds es besser." ist zwar nett gemeint und funktioniert gut, wenn man mit seinem Kind Lego-Türme baut, jedoch nicht wenn man eine Firma wie LucasArts führt. Lucasfilm hatte schließlich ein riesiges finanzielles Polster, dass Misserfolge abfedern konnte. LucasArts konnte schon seit Jahren nicht mehr mit den Standarts, die es früher mit Spielen wie "Day of the Tentacle" oder den Indiana Jones Titeln gesetzt hat, mithalten. Wenn dann ein neues Management (das bereits eine Spielefirma bereits sein Eigen nennt) die Zügel übernimmt und nur Verluste sieht, fällt die Entscheidung einer Schließung nicht schwer. Ich will an dieser Stelle das rein "kapitalistische" Denken dahinter natürlich nicht verteidigen. Disney ist ein enormer Konzern, der nicht 4 Milliarden US-Dollar auf den Tisch gelegt hat, um dem Gras beim wachsen zu zu schauen. Mickey Maus ist mittlerweile ein erwachsener Geschäftsmann geworden. Die Zeiten als pfeifender Dampferkapitän sind vorbei.

Doch es gibt nicht nur schlimme Nachrichten: Es kommen endlich neue Filme! Ab 2015 jeden Sommer. Das klingt natürlich nach verdammt viel und lässt mich auch zwischen Verzückung und Schaudern schwanken. Auf der einen Seite ist es "Hey, Star Wars!" und auf der anderen Seite "Hoffentlich geht es einem nicht irgendwann auf den Sack.". Die Gefahr, dass Star Wars an sich irgendwann inflationär im Kino läuft, ist natürlich hoch. Doch wenn man bedenkt, dass Star Wars von George Lucas schon immer als eine Art Sandkasten für andere Filmemacher dienen sollte, in dem sie sich austoben sollten, bietet das Universum mehr als genug Spielraum. Das wichtigste ist, dass man die Speilsachen auch richtig zu nutzen weiß und nicht jeden Tag die selben Förmchen benutzt um die selben Türme zu bauen. Es gibt so viele Welten in dieser Galaxie und so viele Charaktere warten nur darauf genutzt oder gar erschaffen zu werden. Ich würde zumindest nicht nur ins Kino gehen wollen um nur Filme über die Skywalker Familie und den Charakteren zu sehen, die alle schon längst kennen.

2015 kommt Episode VII unter der Regie von JJ Abrams, nach einem Drehbuch von Michael Arendt in die Lichtspielhäuser. Was in dem Film passieren wird wissen bisher wahrscheinlich nur George Lucas (die Bücher sollen auf seinen Notizen aus früheren Zeiten basieren), Michael Arendt (der die Notizen durchblättern darf) und vll. schon JJ Abrams. Frühere Darsteller wie Mark Hamill, Carrie Fisher und Harrison Ford scheinen noch nichts (wenn überhaupt) vom Script gesehen zu haben. Ford will es sogar immernoch vom Drehbuch abhängig machen, ob er überhaupt dabei ist oder nicht. Womöglich sehen wir Han Solo auch sterben, damit der Harrison endlich in Ruhe gelassen wird...

Egal was kommen mag, ich bin gespannt und freu mich auf Ankündigungen jeglicher Art. Mich würde es nicht wundern wenn zumindest ein paar Dinge auf der kommenden Celebration in Essen im Juli gemacht werden oder auf der diesjährigen ComicCon in San Diego. Schließlich muss im Laufe diesen Jahres der Dreh zu VII beginnen, sofern man den Termin im Sommer 2015 einhalten will.
Ich hab einfach das Gefühl, dass da was Großes auf uns zu kommt. 

So viel zu meinem Senf. Habt einen schönen Star Wars Tag.


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