19.12.2011

Kim Jong Il ist tot.






















Viel braucht man über Kim Jong Il ja eigentlich nicht mehr sagen. Der Kopf der Kommunistischen Partei Nordkoreas und Anführer des letzten Landes in dem noch "echter Kommunismus" praktiziert wird, ist am vergangenen Wochenende verstorben. Ein Grund zum Jublen? Man weiß es nicht so genau. Immerhin hat er seinen Sohn Kim Jong Un zu Lebzeiten schon zu seinem Nachfolger ernannt. Ob der viel liberaler ist als sein Daddy oder ob er nur darauf wartet Südkorea oder seinen Verbündeten Japan oder den USA und dem Rest der Welt ans Bein zu pinkeln, steht wohl noch in den Sternen. Nordkorea befindet sich zumindest jetzt schon preventiv in Alarmbereitschaft und die oben genannten Feinde des Landes sind auch schon nervös, in Anbetracht dessen was noch kommen könnte.

Dass Kim Jong Il ein paar Sprünge in der Schüssel hatte, ist ja so ziemlich jedem bekannt. Spätestens seit Tray Parkers und Matt Stones Satire "Team America - World Police" dürfte der kleine Diktator allen ein Begriff sein. Die überspitzte Darstellung aus Team America, so krass sie auch sein mag, trug leider auch genug Wahrheit ins sich. 
Kim Jung Il war "Filmfan" und besaß ein gigantisches Archiv voller Filme und hat auch selbst ein paar gedreht. Wenn der "geliebte Führer" nicht selbst hinter der Kamera stand, ließ er Leute aus dem Ausland entführen die Steifen nach seinem Geschmack fabrizieren sollten. So ließ er z.B. den Südkoreanischen Regisseur Shin Sang-ok verschleppen um sich eine koreanische Variante des Godzilla-Themas produzieren zu lassen. Dieses Meisterstück namens "Pulgasari" lässt sich auf YouTube in seiner vollen Länge mit Untertiteln genießen:



Im April letzten Jahres hatte ich bereits über den Vice Guide to Film gebloggt. Eine Episode der Reihe widmete sich zufälligerweise dem Thema Film in Nordkorea. das ganze ist nicht nur spannend und erschreckend amüsant, sondern auch nur ein Teil einer Längeren Doku über Nordkorea im Ganzen. Wer Lust hat, kann auch mal in die Langfassung reinschaun. Es lohnt sich.


Den Rest der Reportage findet ihr im Profil das Uploaders.

via Süddeutsche / Nerdcore

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