19.06.2011

Akten ordnen in den Zeiten der Ehec

Ja, eigentlich hätte ich wichtigeres zu erledigen. Dennoch gebe ich mich gerade damit ab meine Papiere zu ordnen und einen Blogeintrag darüber zu verfassen. Procrastination, Fuck Yeah! Etwa zwei Stunden habe ich jetzt auf den Knien verbracht, vor etlichen Stapeln - aus Papier - die mein Leben in Kundennummern, Geldbeträgen, Kundeninformationen, Abrechnungen. Kontoauszügen, Mahnungen und all dem anderen Kram zusammenfassen, der menschliches Leben in der BRD möglich macht bzw. deffiniert.
Diese Ansammlungen von natürlich gebleichtem Zellstoff decken einen Zeitraum von etwa 6 1/2 Jahren ab. Also alles, was ich seit meinem Abitur an Schriftverkehr mit (un)releventen Institutionen vollzogen habe. Alles zusammen komme ich da auf zwei dicke Aktenordner und bin immernoch nicht ganz fertig mit dem Käse. Bisher hatte ich diese dem Papierkrieg zum Opfer gefallenen Baumleichen in Kartons aufgehoben, um sie wenigstens von den Blicken Öffentlichkeit fernzuhalten. Damit war ich auch immer relativ gut gefahren. Nur wenn es dann mal vorkommt, dass eine Behörde zufällig ein Schreiben vom 12. Februar 2006 vorgelegt haben will (weil sie es können!), kommt man schon ins schwitzen. Wenn man dann den ganzen Schund durchforsten muss wie ein Suchtrupp einen eingestürzten Stollen, überlegt man sich das mit dem Haufensystem nochmal. Also habe ich ca. 4 Wochen geplant und mich heute auf die Knie geworfen um es mir einfacher zu machen bzw.die Obrigkeit/en in zukunft nicht zu lange auf ihre angeforderten Auskünfte warten zu lassen. Jetzt ist (fast) alles chronologisch geordnet, in Ordnern verstaut und kann keinem mehr wehtun.
Selbst Weird Al Yancovics Diskographie vermag nicht diese Aufgabe spannender oder angenehmer zu gestalten..
Was aber ganz nett war, war meine Zettel-Wirtschaft aus meinem Freiwilligen Sozialen Jahr nochmal durchzugehen und mich wieder an die Seminare und Schulungen zu erinnern, die ich absolvieren musste. Das FSJ war schon cool. Krass wenn ich bedenke, dass das auch schon wieder vier Jahre her ist. Dafür kann ich mich aber noch ziemlich genau entsinnen, welche Bücher ich in der Zeit gelesen habe und welche Musik mich da begleitet hat.Schon blöd wenn man sich nach so kurzer Zeit schon anhört wie ein Rentner, der über seine Jugend lamentiert.

Well, das wollte ich einfach mal als Lückenfüller raushauen, bis ich mit dem "Sommerputz" hier fertig bin und wieder "normalen" Content bieten kann.

Kommentare:

  1. Wenigstens kam die Erkenntnis noch so 'früh'. Ich kenn Leute die bis ins hohe Alter Modell "Schublade auf - Schreiben rein" gefahren sind. Probier das dann mal zu ordnen xD

    AntwortenLöschen
  2. Frag mal meinen Dad wie der das "erledigt". Das sieht da auch nicht viel besser aus. Wenigatens ordnet er die Stapel nach Institution.^^

    AntwortenLöschen
  3. Ich bin echt froh, dass ich da durch meine Eltern einen starken Ordnungsdrang was wichtige Schreiben/Dokumente betrifft mitbekommen hab :) Das wäre sonst manches Mal schon echt stressig geworden... ^^

    AntwortenLöschen

Dein Kommentar erscheint, wenn er sorgfältig per Hand freigeschaltet wurde ;)