13.07.2010

Predators - Review

Seit ich 1992 das erste Mal Predator 2 (und etwas später Teil eins wegen seines Härtegrades) gesehen habe, hab ich mich immer wieder auf's Neue gefragt, wann wohl ein neuer Teil kommt.

Im Gegensatz zu vielen Fans des Originals fand ich Predator 2 echt gut. Diese Meinung hat sich bis heute nicht sonderlich geändert. Besonders der ironische und coole Witz von Danny Glovers Charakter und die Vertiefung des Predator Universums durch neue Waffen, ein neues Setting und die vielen Predatoren am Ende machten den Film umso cooler.

Stichwort Universum: Wie neulich bereits erwähnt, wird in Predator 2 noch der Brückenschlag zu ALIENS geschaffen.



Auf "AVP" und "AVPR" werde ich mal in einem anderen Post eingehen... (Meh)

Mir ist schon oft aufgefallen, wie Fanboys und - girls an neu angekündigte Filme herrangehen: 90% schreien sofort, 5% sind neutral und 5% warten erstmal ab. Ich gehöre zu denen, die abwarten.^^

Seien es nun Roman-, Videospiel-, Comicverfilmungen, Fortsetzungen oder Remakes, die meisten wissen schon beim Titel, dass das Endprodukt "scheiße" wird oder boykotiert werden muss.

Das war immer so und wird auch so bleiben. Gerade bei Terminator: Salvation letztes Jahr ist mir das besonders aufgefallen. Man wusste schon vorher, dass alles Mist werden würde und die, die das wussten oder meinten es zu wissen, wurden (in ihrer kleinen Welt) in ihrem Unmut bestätigt. Dass man T2 kaum bis gar nicht toppen kann weiß ohnehin jeder...



Ich hab mich auf Predators gefreut, wie einst auf die neuen Satr Wars Teile oder den jüngsten Terminator Film.

Ich wurde nicht enttäuscht. Wenn etwas aussieht wie Predator, sich anhört wie Predator und sich so anfühlt, muss es wohl Predator sein.



Zur Story: Acht Leute, allesamt Söldner oder Kriminelle finden sich in einem ihnen unbekannten Dschungel wieder und müssen sich im Angesicht einer Gruppe Außerirdischer Großwildjäger zusammenraufen, um zu überleben...



Dem geneigten Cineasten sind die besagten Jäger natürlich ein Begriff: Die Predatoren.

Da fangen für viele Leute, deren Reviews ich gelesen habe, die Probleme schon an:

Es dauert etwas bis der erste Predator zu sehen ist und klar wird wer nun die Hetzjagt auf die Menschen angesetzt hat.

Den Leuten, die daran was zu heulen haben, kann ich nur sagen: dies ist eine Predator-Fortsetzung und hat nichts mit den AVP-Ablegern zu tun. Das bedeutet im Klartext, dass man eine Reihe fortführen wollte die vor (fast) 20 Jahren abrupt geendet hat. Man wollte nicht nur Leute unterhalten, die die alten Filme schon kennen. Sonst hätte man sehr viele verstörte Gesichter im Publikum und nur eine Handvoll die sich freut.

Ich fand die Idee nicht schlecht sich mit dem Film Zeit zu nehmen. Wie lange ist es schon her, dass man einen Film im Kino gesehen hat, der tatsächlich 120 Minuten für sich beansprucht hat und nicht schon nach 90 Minuten zu Ende war?



Auch die Cast hat mich überrascht. Kurz nachdem durchgesickert war, dass Adrian Brody der Lead des Films sein sollte, wurde auch darüber gemeckert. Traditionell waren ja eher die Bodybuilder-Typen die Helden der alten Filme. Schwarzenegger und Glover sind nicht mehr Zeitgemäß oder glaubhaft. Die meisten vergessen, dass vor den 80ern auch nicht alle Actionhelden wie Arnold oder Stallone ausgesehen haben.

Royce (Adrien Brody) hat durch Professionalität und Findigkeit überzeugt, anstatt nur auf Muskeln zu setzen. Mal eine andere Art von Charakter. Find ich gut. Die anderen Charaktere machen auch was her: Danny Trejo ist (leider nur kurz) dabei, Hanzo (ein Yakuza) beindruckt mit Kendo-Kentnissen und Isabelle ist mal ein sehr cooler weiblicher Charakter mit Ripley-Zügen.



Zu den Effekten kann man dem Film auch nur gratulieren. Die Predators sehen einfach sau-cool aus und auch die CGI-Effekte sind für so eine (vergleichsweise) Lowbudget-Produktion klasse. (Abgesehen von einer kleinen Ausnahme...)

Greg Nicotero's KNB-Effekts Team hat eine tolle Arbeit geleistet, indem es Stan Winston's Originalkonzept gut aufgegriffen und erweitert hat.

Auch die neuen Kreaturen (schon im Trailer angedeutet) fügen sich gut ins Konzept ein.



Gorehounds kommen natürlich auch auf ihre Kosten. Wer befürchtet hat mit "Predators" in eine Kinderstube nach Marke "AVP" zu kommen, kann sich beruhigen. Es knallt sehr heftig. Abgetrennte Köpfe und Schulterblaster-Atacken sind an der Tagesordnung, es gibt also genug zu sehen.



Von der Regie und dem Editing her kann ich auch nicht wirklich meckern. Der Film hat keine unnötigen Längen, kommt zügig in die Gänge und lässt durch den sehr vom Original inspirierten Soundtrack gut Spannung aufkommen.



So wie auch z.B. Terminator Salvation, streckt Predators voller Anleihen an seine Vorgänger, lässt immer wieder kleine Aha-Momente aufkommen und macht so nostalgisch.



All den Leuten, die diesen Film als so "scheiße" eintüten und den Streifen von Anfang an hassen wollten, lasst euch eines sagen: "Früher war alles besser bla bla." "Besser ist es, wenn man sich einbuddelt bis die 80er widerkommen...bla bla bla".



Mein Fazit: Ein toller Sci-Fi-Actionfilm mit tollen Effekten, Gore und Spaß und eine Top-Predator Fortsetzung obendrein.

8von10



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