05.07.2010

Meine "Sommerfilm" Top 10 - Part II

So. Es folgen nun die nächsten und letzten 5 Titel dieser schweißtreibenden Liste:

Predator 2:
Ja, ich weiß der erste "Predator" ist besser als Teil 2. Dennoch packe ich lieber die Fortsetzung des Sci-Fi-Action-Klassikers in diese Liste.Warum? Weil die Stadt-Atmosphäre einfach viel bedrückender und erdrückender wirkt als das natürliche Erscheinungsbild des Dschungels in "Predator". Ich persönlich kann mir kaum einen fieseren Ort vorstellen als eine Großstadt während einer enormen Hitzewelle, in der sich Gangs und die Polizei pausenlos bekriegen. Also so ein Ort wie Mexiko-Stadt z.B. .^^ Um diese Situation noch zu verschlimmern hat sich ein Predator dieses "futuristische" Los Angeles im Jahre 1997 (der Film ist von 1990) ausgesucht um auf die Jagd zu gehen. Als interessanteste Beute fällt dem Jäger aus dem All Lieutenant Mike Harrigan (Danny Glover) ins Auge...
An sich ist Predator 2 ein in sich schlüssiger und gut funktionierender Film mit viel Witz und eine gute Fortsetzung des Originals zugleich. Außerdem Stein des Anstoßes der "Aliens vs Predator"-Comics, durch den Alien-Schädel im Trophähenraum im Predator-Schiff (Beweisstück A).
7von10

Summer of Sam:
Der Sommer des Jahres 1977 ging in die Geschichte ein unter dem Namen "Summer of Sam". Vorallem für die Bevölkerung New Yorks. Im betreffenden Sommer trieb der Serienkiller David Berkowitz unter dem Spitznamen "Son of Sam" sein Unwesen. Mit einem Revolver bewaffnet beging Berkowitz 6 Morde und verletzte 7 weitere Menschen schwer. Mehr Infos zum Thema gibt's hier.
Der Film an sich befasst sich weniger mit den Morden oder mit dem Möder, sondern mit einer Gruppe von Leuten, die in dem Viertel gelebt haben. in dem die meisten Morde passiert sind: der Bronx.
Mehr Drama als Serienkiller-Film, spiegelt aber sehr gut die Stimmung wieder, die damals geherrscht haben muss: die Paranoia, die Angst das nächste Opfer zu sein und die durch die Hitze bedingte Anspannung lassen sich gut nachvollziehen.
6,5von10

Taxi Driver:
Nochmal New York, nochmal Paranoia, nochmal Hitze und nochmal Schusswaffen. Martin Scorsese's Kultfilm über den mental instabilen Vietnam-Veteran Travis Bickle (Robert De Niro), der versucht seinen Hass für die Großstadt und den darin lebenden Abschaum darin zu kanalisieren, die minderjährige Prostituierte Iris (Jodie Foster) aus dem Milieu zu befreien.
"Paranoia+Hitze=Scheiße²" könnte die Rechnung heißen, wenn man versucht, die Stimmung des Films rechnerisch darzustellen. Alles wirkt dreckig, stickig und einfach unerträglich.
Travi's Verfall zum Psychopathen und beinahe Attentäter ist großartig in Szene gesetzt und super von De Niro gespielt. Wer den Film noch nicht gesehen hat, hat was verpasst.
Mit "Goodfellas" mein Lieblings Scorsese.
10von10

The Texas Chainsaw Massacre:
Wieder geht es um gestörte Individuen und wieder sind wir in den 70ern gelandet.
Im sonnigen Texas gerät eine Gruppe Hippies in die Hände einer Menschenfresser-Familie mit einem gewissen Hang zu schwerem Gerät.
In Deutschland in allen Schnittfassungen auf dem Index und im Vergleich zu seinem Remake zahm wie ein Kätzchen, ist TCM einer der vielen Vertreter eines Subgenres, das man wohl mit dem Bgefriff "Bestie Mensch" ganz gut umschreiben kann. Offensichtlich inspiriert von "Beim sterben ist jeder der erste" und "The Last House on the Left" ist "Blutgericht in Texas" (so der dt. Titel) ein Klassiker des Horror-Kinos.
6,5von10

There will be Blood:
Erst drei Jahre alt und jetzt schon ein Klassiker: "There will be Blood" von Paul Thoma Anderson ("Boogie Nights") erzählt die Geschichte von Daniel Plainview, der sein Leben mit der Suche und dem Förden von Öl verbringt. Mit seinem Adoptivsohn H.W. zieht er durch das Land, um immer neue Ölquellen aufzukaufen. Er erhält den Tip in Little Boston sein Glück zu versuchen und stößt dort auf die größte Ölquelle die ihm bisher untergekommen ist. Als sein größtes Problem bzw. als größter Störfaktor erweist sich der junge Anführer der Little Bostoner Kirchengemeinde, Eli - und er selbst.
"There will be Blood" ist eine dramatische Geschichte über Familie, Gier, Religion und Öl, angesiedelt im Amerika zu Beginn des 20. Jahrhunderts.
TWBB ist ein Film für den man sich Zeit nehmen MUSS. 150 Minuten steckt man nicht mal so nebenher weg und Zeit zur Interpretation sollte man sich auch nehmen, da viele Elemente es wert sind, von mehreren Blickwinkeln betrachtet zu werden. Keine leichte Kost. Die Bezeichnung "There will be Boredom", die ich schon zwei oder drei Mal gehört habe, kann ich persönlich nicht nachvollziehen. Ich hab den Film gestern zum widerholten Mal gesehen und hab' mich nicht eine Sekunde gelangweilt. Perfekt gespielt, perfekt in Szene gesetzt und mit einem Bomben-Soundtrack veredelt.
10von10

Da! Ich hoffe diese Bestenliste ist nicht zu lang geworden und bietet Anreiz, sich den einen oder anderen Film zu besorgen oder vielleicht mal wider anzuschauen. :)

"I'm finished!"

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