19.07.2010

Aliens vs. Predator: Requiem - Review Part I

Nun folgt meine Review zu Aliens vs. Predator: Requiem. Wieder fange ich mit den positiven Elementen an. Diese aufzuzählen fällt mir bei diesem Film weitaus leichter.
Wenn man mal von "handwerklichen" Schwächen und den behinderten Charakteren absieht, ist dieser Film eindeutig besser bzw. seiner Comicvorlage treuer als AVP. Zumindest meiner Meinung nach.

Die Story beinhaltet übrigens leichte Spoiler was die Story des ersten Teils betrifft, da AVP:R direkt am Ende von AVP ansetzt.

Story: Beim Verlassen des Orbits der Erde befreit sich ein Chestburster aus der Brust des einzig überlebenden Predators aus der Pyramide. Der Chestburster versteckt sich an Bord eines Angedockten Schiffes und beginnt, nach kurzer Reifungszeit, die Predatoren anzugreifen. Im Kampfgetümmel beschädigt einer der Predators die Außenhülle des Schiffes, was zur direkten Notlandung im Wald von Colorado führt.
An Bord befanden sich lebende Facehugger die sich direkt an allen Menschen festsetzen die sich in der Nähe der Absturzstelle aufhalten.
Kurz darauf erhält der Predator "Wolf" in der Heimbasis ein Notsignal des abgestützten Predatorschiffs und macht sich auf den Weg zur Erde um die "Unordnung" zu beseitigen...

Beginnen wir also mit den guten Sachen an AVP:R.

Story: Als direkte Fortsetzung leidet AVP:R schon sehr am Erbe von Alien vs. Predator, da er die Geschichte quasi direkt weiter erzählen muss. Dennoch schafft es der Film etwas eigenes und viel düsteres zu etablieren als der erste Teil. Schon allein am Titel merk man die Rückbesinnung auf die Comicvorlage "Aliens vs. Predator". Durch die neue Brut des so genannten "Predalien" nimmt man ebenfalls wieder mehr Bezug auf die Comics. Dies wurde zwar am Ende des ersten Films schon eingeleitet, wird aber in einem Stil weitergeführt der sich schon sehr stark von dem des Vorgängers absetzt.

"Wolf": Wolf ist der wahre Held dieses Films. Der Predator, der von Yautja Prime (so der Name des Heimatplaneten der Yautja [Predatoren]) aus gestartet ist, ist der eigentliche Potagonist, was von den meisten Leuten strikt übersehen wird. Klar, ein gewisses Maß der Spielzeit wird von den menschlichen Figuren eingenommen, ist aber nur Hintergrundgeplenkel für die Arbeit von Wolf.
Wolf ist quasi der Boba Fett unter den Predatoren. Er kommt da zum Einsatz wo es brenzlig wird. Er muss Bergungsteam sein und gleichzeitig noch Beweise vernichten. Als dann kalr wird, dass auch noch Aliens und ein Alien ganz spezieller Art ihr Unwesen Treiben, muss er die auch noch aus dem Verkehr ziehen. Bis an die Zähne bewaffnet macht er sich auf die Jagd. Der Typ versteht sein Handwerk. Im Gegensatz zu den Predator-Blagen in Teil eins. Ein sehr cooler Charakter.

"Predalien": Eine Sache zum Begriff "Predalien". Diese Bezeichnung ist Humbug. Ein Alien, dass aus einem Predator schlüpft, ist ein Alien. Kein Hybrid. Sonst wären die Aliens die aus Menschen Schlüpfen ein Mensch/Alien-Hybrid. Ein "Humalien" also.^^
Die Aliens gibt es nämlich nicht in "Reinform". Der Parasit bemächtigt sich gewisser körperlicher Attribute seines Wirts. Siehe Alien³. "Predalien" ist nur der Begriff der vom Produktionsteam verwendet wurde. Darüber zanken sich die Fans übrigens auch.
Das neue Alien fand ich sehr cool. Aufgrund seiner Größe und seiner Aggressivität stellt es einen durch aus würdigen Gegner für den Predator dar. Da ich besonders in Alien 4 und AVP die Queen eher unspektakulär fand, war das "Predalien" eine sehr willkommene Abwechslung.

Aliens: Bei AVP:R hatte man sich dafür entschieden die "Warrior Aliens" aus James Cameron's Film wieder zu benutzen. Das finde ich das besser, da ich diesen Look besonders schätze und da auch im ersten AVP Comic man den "Warrior"-Look genutzt hat. In AVP entsprachen die Aliens dem Original-Design von Giger.

Effekte: Viel muss ich hier nicht sagen. Es besteht auch hier das selbe Prinzip wie bei AVP: Möglichst viel bauen und möglichst wenig am Computer nacharbeiten. Die Effekte sind sogar eine Ecke besser als vorher. Top.

Setting: Das Setting würde ich eher als neutral bezeichnen. Das Schiff ist irgendwo in Colorado abgestürzt und die Aliens machen sich in einer Kleinstadt breit und toben sich dort aus. Nicht so "originell" wie eine Pyramide, macht aber was her und wirk fast wie ein klassischer "Invasions-Film" der 50er oder 60er Jahre.

Anspielungen: Dieser Film ist etwas reicher an Anspielungen die eher in der Atmosphäre anzusiedeln sind. Bedingt durch die Musik zum Beispiel. Dieses Mal hat man nämlich Stücke aus "Aliens" und "Predator" genutzt um die Stimmung der Vorbilder einzufangen. Auch die Geräuschkulisse bedient sich bei seinen großen Brüdern. Die Schreie der Aliens, die typischen Sounds der Predatoren und auch die Geräusche der Waffen stimmen mit denen der alten Filme überein. Das sorgt für entsprechende Assoziationen die man bei AVP nur sperrlich hatte.

Freigabe: Bei Aliens vs. Predator haben die beiden Regisseure Greg und Colin Strause (Brüder)
wohl sehr darauf gepocht dem Film seinen Status als Film für Erwachsene wieder zugeben. Denn das deutlich drastischere R-Rating (Ab 18) passt schon deutlich besser. Eher in der Tradition der Predator und den Alien-Filmen gibt es schon mehr an Gewalt und Blut zu sehen. So fühlt man sich nicht mehr so wie in einer Episode von GZSZ gefangen.Es gab sogar Leute die die Gewalt hier zu drastisch fanden. Unteranderem weil auch Kinder sterben. Ist nur ein krasser Denkfehler: Wenn die Xenomorphen eine Stadt überfallen verschonen sie natürlich die Kinder und fressen nur Erwachsene die sich auch wehren können...

Ich denke das dürften die wichtigsten Punkte sein die mir den Film deutlich erträglicher machen als Paul Andersons filmischer Tritt ins Gesicht.
Später oder morgen gibt es dann den Rest.

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