29.11.2009

The Amityville Horror (2005) - Review

Noch ein Griff in den Wühltisch beim Ausverkauf der Videothek ein paar Straßen weiter. Dieses Mal handelt es sich um das 2005er Remake des Klassikers "The Amityville Horror von 1979.

Die Story ist kurz und Simpel:Eine Familie zieht in ein Haus in dem, ein paar Jahre zuvor, ein Junger Mann seine ganze Sippe mit einer Schrotflinte ermordet hat weil er sie für Dämonen hielt.
Kaum eingezogen, fängt George (Ryan Reynolds) an sich seltsam und feindselig zu verhalten.Kathy (Melissa George) beginnt daraufhin zu recherchieren was es mit dem ungewöhnlichen Verhalten ihres Mannes auf sich hat und stößt dabei auf die grausige Geschichte ihres neuen "Home sweet home"...

Beide Filme (Original und Remake) berufen sich jeweils auf eine wahre Geschichte die sich, nach Aussagen der beteiligten, so oder so ähnlich zugetragen haben soll. Genau 28 Tage nach ihrem Einzug ist die Familie ohne jegliches Gepäck oder ähnlichem aus dem Haus abgehauen und ist nie wieder dorthin zurückgekehrt.

Wie bei den meisten Remakes von Horrorfilmen die in der letzten Zeit produziert werden, saß hier auch wieder Michael Bay als Produzent am Drücker. Glücklicherweise wirkt sich das nicht großartig auf die Qualität des Films aus. Was man schon allein an den fehlenden Explosionen und den ausreichend ausgeleuteten Sets sieht.^^

Irgendwie scheint Michael Bay besser als Produzent zu taugen. Solange er nur Geld für Filme wie "The Texas Chainsaw Massacre" oder "Friday the 13th" gibt, kann er ja machen was er will. Ob Remakes nun nötig sind oder nicht kann man ja erstmal außenvor lassen.

Bei The Amityville Horror war es, meiner Meinung nach, nicht wirklich nötig aber auch nicht komplett unnötig wie die 1:1 Neuverfilmung von Psycho.
Atmosphärisch und stilsicher ist der Film auf jeden Fall.
Eine gewisse MTV-Optik und schnelle Schnitte lassen hier auch nicht lange auf sich warten.
Glücklicherweise hat man auch darauf verzichtet jede Szene Bild für Bild nachzudrehen und hat ein paar Änderungen vorgenommen.
Trotzdem kann man sich nicht dem Gedanken im Hinterkopf erwehren das alles schonmal irgendwo gesehen zu haben.
Besonders wenn man bedenkt, dass nur ein Jahr nach der Veröffentlichung des Originals Stanley Kubrick schon mit "Shining" auf der Matte stand.Bei dessen Vorlage gewisse Parallelen zur Geschichte, die sich in Amityville abgespielt hat,nicht von der Hand zu weisen sind...

Wie bereits erwähnt, wurden ein paar Änderungen für das "moderne" Publikum vorgenommen. Der MTV-Chic hat den grobkörnigen Look der 70er Jahre ersetzt und etwas mehr Gore in die Sache gebracht. Was für mich persönlich nicht unbedingt nötig gewesen wäre...
Was mir allerdings besonders gefallen hat, war es "George" dabei zu zusehen wie er immer weiter dem Wahnsinn verfällt ohne dass zu sehr auf die Overacting-Tube gedrückt wurde wie es John Brolin im Original getan hat.

An sich ist das Remake von "The Amityville Horror" ein netter kleiner Gruselthriller auf Hochglanz poliert mit mehr Gewalt und Blut.Kann man mal gucken, muss man aber nicht.
Es reicht wenn man das Original kennt. Wer die 79er Version nicht gesehen hat, will jetzt in die Videothek gehen, den Film ausleihen und auf der imaginären Liste im Kopf einen weiteren Klassiker abhaken.
6,5 von 10

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