14.11.2009

Die Rückkehr des King Kong - Review

Auf einer südamerikanischen Insel haben Forscher eines japanischen Farmerkonzerns den Riesenaffen King Kong entdeckt und wollen diesen als Werbeträger benutzen. Warum auch nicht? Was in aller Welt könnte schon schief gehen? Zeitgleich trifft ein amerikanisches U-Boot auf den, in einem Eisberg eingefrorenen, Godzilla und befreit ihn versehentlich aus seinen kalten Gefängnis. Godzilla begibt sich also auf den Weg nach Japan während King Kong, auf ein Floß gefesselt, in die gleiche Richtung geschleppt wird. was mag daraus wohl resultieren?

So viele Filmmonster haben sich schon gegenseitig auf die Fresse gehauen: Frankenstein und. Dracula, Aliens und Predators, Freddy und Jason und auch Stallone und Mr.T...
Zwischedurch sind sogar die bis dato größten Monster aufeinandergetroffen die die Filmwelt zu bieten hatte: King Kong und Godzilla.
1962 (8 Jahre nach dem ersten Film) ließ man den amerikanischen Affen gegen den japanischen Riesenmolch kämpfen, was meiner Meinung nach ein politisches Statement ist, das einem fast mit nacktem Hintern ins Gesicht springt. Gut, lassen wir mal außen vor, dass der Roman auf der King Kong Film basiert aus der Feder des Briten Edgar Wallace stammt.
Davon ab handelt es sich bei der mir vorliegenden Version um die US-Fassung.
Das heißt, dass die Amerikaner den Film den Japanern abgekauft haben um daraus eine eigene Version zu basteln. So hatte man es auch schon mit Godzilla (1954) gemacht.

Wie beim ersten Film bestand die Bearbeitung daraus, dass einfach Handlung und Subtext aus dem Original geschnitten hat, um diese durch Aufnahmen von Amerikanern auszutauschen.
In diesem Fall hat man besonders den komödiantischen Ansatz entfernt um die Konsumsatire im Subtext durch überhebliches Geplenkel und einen Fernsehmoderator auszutauschen.
Da man die Originalfassung nur in Japan bekommt und ich weder das Geld für die jp. DVD habe und mein Japanisch etwas eingerostet ist, bleibt mir leider nichts anderes übrig als die Fassung zu rezensieren. Doof! Denn das was aus dem Film gemacht wurde, fand ich nicht so prall. Klar, ich hab das Original nicht gesehen und mir fehlt der Vergleich. Dennoch bin ich mir sicher, dass mir die Urfassung besser gefallen hätte.
Denn alle Szenen in denen Amis vorkamen waren kompletter Mumpitz und haben nur gestört. Beispiel die Amis unterhalten sich darüber, dass die beiden Monster unweigerlich gegeneinander kämpfen müssen da sich Mitglieder so unterschiedlicher Spezies von Natur aus hassen. Punkt! Was ist das? Die Nürnberger Tier-Rassen Gesetze? Macht Sinn! Wenn ein Gorilla in freier Wildbahn auf 'nen Allosaurus träfe, hätte er auch nichts besseres zu tun als ihm promt auf die Maske zu geben. Weil er ein Allosaurus ist! Auch hier müssen wir mal ausklammern, dass Gorillas und Dinosaurier sich nur um knappe 160 Millionen Jahre verpasst haben. Ihr versteht schon worauf ich hinaus will, oder?

Ansonsten ist es nunmal ein Godzilla-Film. Ein Mann im Anzug der Pappkulissen kaputt haut und sich mit den anderen Typen im Kostüm kloppt.
Bitte nicht falsch verstehen: ich mag Godzilla. Nicht den amerikanischen Riesen-Velociraptor.
Es wurde hierbei nur leider die Message entfernt und durch typische 60er Jahre US-Horrorfilm_Klischee-Figuren ausgetauscht. Außerdem mag ich King Kong nicht...
Der Verfälschung für das westliche Auge zum Trotz macht der Film Spaß.

6von10

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