23.08.2009

Last of the Living Review

Story: Die ganze Welt ist von einem Virus überrannt, das die ganze Menschheit in Zombies verwandelt hat. Morgan, Ash und Johnny sind die einzigen Überlebenden in der ganzen Stadt und schlagen ihre Zeit mit Videospielen, Filmen und rumhängen tot.
Auf einem ihrer Streifzüge treffen sie auf die Junge Ärztin Stef, die behauptet ein Gegenmittel entwickeln zu können.
Die drei entschließen sich ihr bei ihrer Suche nach dem Antivirus zu helfen...

Wiedereinmal hat es ein Lowbudget Horrorfilm aus Neuseeland nach Deutschland geschafft. Man könnte meinen DVD-Publisher nehmen an, dass es den Neuseeländern im Blut liegt gute Fun-Splatter zu machen.
Falsch. Es liegt (oder lag) Peter Jackson im Blut. "Last of the Living" ist wieder eine Extrem-Lowbudget Produktion die ein paar humoristische Momente mit sich bringt und schon von allen wieder als der neue "Shaun of the Dead" oder der legitime "Brain Dead" Nachfolger bezeichnet wird.

Der Film ist ganz nett. Zumindest zum einmal Sehen und dann wieder vergessen. Nichts ist neu oder zumindest wurde nichts altes so neu dargestellt, dass "Last of the Living" nun in einem Atemzug mit bekannteren Genrevertretern zu nennen wäre.

Was mir der größte Dorn im Auge sein sollte, hat sich allerdings erst in den letzten 10 Minuten ergeben: Erst war ich noch froh dass man (wie es nur wenige machen) Oldschool-Zombies, die nicht sprechen oder rennen, verwendet hat. Und in den letzten 10 Minuten fangen die Viecher an zu rennen! Einfach so! Erst langsam und bedrohlich durch das Auftreten in Gruppen und dann flott wie vom Affen gebissen. Man sollte sich schon entscheiden. Jeder der mich kennt weiß, dass ich rennende Zombies hasse wie die Pest.
Ich weiß, es ist unlogisch bei Zombies mit Logik zu kommen, aber die sind tot! Die Leichenstarre macht da nicht mit! ^^

Jedenfalls bin ich froh, dass die Zombies nicht als komisches Element herhalten mussten. Last of the Living ist eine "Komödie" mit Zombies. Immerwieder verrennen sich Filmemacher darin, die Zombies lustig zu machen, indem sie diese sprechen oder ähnlichen Käse machen lassen. Zombies müssen gruselig bleiben. Der Humor sollte von den Charakteren und Situationen in denen sich diese befinden ausgehen.
Finde ich zumindest.

Nun, als reine Komödie kann ich Last... allerdings nicht bezeichnen. Der Steifen hat seine Haha-Momente, die aber nicht wirklich zünden wollen, da es den Darstellern an komödiantischem Potential fehlt.

Erfrischend zu sehen war, dass man hiermit mal einen Film vorgelegt hat, der nach der "Apokalypse" spielt und einem geneigten Zombie-Fan nicht wieder den ganzen Ansteckungs- und Verbreitungsmurks vorgekaut hat. Wenn ich etwas zu Genüge in Zombiefilmen gesehen hab dann ist es wie alles den Bach runter geht. Als Änhänger des Genres möchte ich sehen was nachher passiert, wie die Menschen dann leben und mit ihrer Situation umgehen. Dafür ein Pluspunkt.

Splatter war kaum vorhanden. Da man, wohl aus Kostengründen, auf Schusswaffen verzichtet hat, hat man dem Film einen Schub an Realismus verpasst. Welcher normale Mensch hat schon ne Flinte im Haus? Somit entgehen einem zwar stark in Szene gesetzte Headshots, die ja mittlerweile in Zombiefilmen zum guten Ton gehören, das stört mich allerdings nicht.
Ausgedehnte Fress-Szenen usw. wird man auch nicht zusehen bekommen. Gorhounds gehen ziehmlich leer aus.
Für einen Zombiefilm ist Last of the Living noch recht "Jugendfrei".
Trotzdem gab es wieder ein rotes Logo aber (wie großzügig) eine ungekürzte Veröffentlichung. Die lobenden Worte für die BPJM spar ich mir mal. Ich lobe ja auch keinen Mörder weil er diesen Monat nur 20 statt 21 Leute umgebracht hat...

Insgesamt ist Last of the Living (noch) okay. Knappe 90 Minuten beriseln lassen und gut. Mehr aber auch nicht. Die (plötzlich) renneden Zombies gehen mal garnicht und machen alles kaputt was mich erst positiv überrascht hat.

5von10

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