09.07.2009

Review-A-Go-Go (Videodrome/Transporter3/BangBoomBang)

So. Vorgestern hatte ich ja bereits Reviews zu "Videodrome" und "Transporter 3" angekündigt. Die beiden sind dann heute dran. Hinzu kommt noch "Bang Boom Bang" Alles in Kurzfassung.
Los gehts:

Videodrome
Inhalt :
"Max Renn ist Teilhaber einer privaten Fernsehgesellschaft, die vor allem Pornos und Gewaltfilme ausstrahlt. Eines Tages stößt er auf eine neue Horror-Sex-Show: Videodrome. Er versucht, an die Hintermänner der Produktion heranzukommen. Dabei lernt er die Psychologin Nicki kennen, die ihm bei der Suche helfen will. Als die Bänder endlich in seinem Besitz sind, stellt Max entsetzt fest, daß Videodrome bei ihm und allen anderen Zuschauern schreckliche Veränderungen verursacht. In diesem Alptraum fließen Wirklichkeit und das bunte Geflimmer auf dem Fersehschirm zu einer schrecklichen Einheit zusammen...
" (Quelle)
Ja, ne. David Cronenberg halt. Nein im ernst: Videodrome rockt. Wiedermal handelt es sich um einen Film der unverstanden und zu Unrecht auf dem Index gelandet ist. Natürlich hat man nur auf die Gewaltdarstellung geachtet, die zwar sehr explizit ausgefallen jedoch sehr Comichaft und übertrieben ist. Momente in denen eine Hand mit einer Pistole zusammenwächst und das daraus entstandende Gebilde Kugeln abfeuert die erstmal im Zielsubjekt eingeschlagen, wuchernde Tumore hervorruft die das Opfer bei lebendigem Leibe zerfetzen, kann man natürlich todernst und wörtlich nehmen. Metaphern sind im Film wohl immernoch schwer zu entschlüsseln und können der breitan Masse nicht zugänglich gemacht werden.
Die eigentliche Kritik des Films am Medienkunsum, der mit dem Aufkommen der Videokassette damals seinen ersten Höhepunkt erreicht hatte, schlägt schon da wie ein Hammer auf den Zuschauer ein und nimmt schon Anno 1983 (eventuell ausversehen) das Internet, Internetcafes und und die ins Extreme schlagende Diskussion über die Gewalt in den Medien vorweg. Das geschieht durch die "Erweiterung" des Videotapes zum Interaktiven Medium und der "Anarchie" die in Cronenbergs Welt herrscht...
Bei "Videodrome" handelt es sich um Autorenkino in Reinkultur. Realität und die Wahnvorstellungen des Hauptcharakters verwischen bis zum Ende Nahtlos miteinander und überlassen dem Zuschauer seine eigene Interpretation ohne zu viel in eine Richtung zu drängen.
Perfektes Kino für das verwöhnte Auge 9von10

The Transporter 3
Inhalt:
"Eigentlich hat sich "Transporter" Frank Martin (Jason Statham) ja als Flucht- und Risikofahrer schon längst zur Ruhe gesetzt, um das Leben ein bißchen mehr zu genießen, nicht zuletzt mit seinem Bekannten von der französischen Polizei, Tarconi (Francois Berleand), doch die Ruhe hält nicht lange vor. Ehe er sich versieht, zwingt ihm der brutale Ex-Soldat Johnson (Robert Knepper) einen neuen Auftrag auf, nämlich Valentina, die Tochter des ukrainischen Umweltministers im Rahmen einer Erpressung quer durch Europa zu transportieren. Damit der agile Frank jedoch Johnson nicht dazwischen funkt, schnallt dieser Martin ein explosives Armband ums Handgelenk, das verhindert, daß sich Martin mehr als 20m von seinem Auto entfernt - schwierig, aber für einen so talentierten Fahrer wie Frank vielleicht nicht die beste Entscheidung..."(Quelle)
Tja...was kann man zu diesem kleinen Etwas sagen? "Netter Versuch" vielleicht. Transporter 1 war noch ganz lustig, den zweiten hatte ich nicht gesehen aus schwerem Interessemangel und den dritten Teil hätte man sich von meiner und der Seite der Produzenten her sparen können.
Keine Ahnung wem beim lesen dieses Scripts einer abgegangen ist...Obwohl..halt da steht Luc Besson als Produzent! Was hat der Mann geraucht? Ich spreche hier vom Director von Leon-Der Profie und Das 5. Element! Und dann sowas? Klar, das soll wieder einer dieser Filme der Marke "Kopp-aus-Film-an" sein. Sowas will ich aber nicht. Da war nix neues und innovatives mehr dran. Gags haben nicht gezündet und diese "Lovestory" kann einem nur auf den Sack gehen...
Nix gegen Action aber so nicht....
3von10 wegen dem bisschen Unterhaltung
Ach ja:Jar Jar Binks is'n Scheiss gegen die Hauptdarstellerin in Sachen Nervigkeit...

Bang Boom Bang
Inhalt:
Während sein Komplize Kalle im Knast schmachtet, verprasst Kleinganove Keek das gemeinsam geraubte Geld. Als Kalle ausbricht, unvermittelt vor Keeks Tür steht und seinen Anteil verlangt, sieht Keek sich gezwungen, zusammen mit seinem besten Freund Andy, dem trottelig-liebenswürdigen Schlucke und dem zwielichtigen Ratte in die Spedition des windigen Geschäftsmannes Kampmann einzubrechen. Doch der Bruch geht völlig schief: Der Safe ist leer, es kommt zu einem unappetitlichen Zwischenfall, und am Ende gibt es auch noch einen Toten...
"Willkommen zu Hause!" schrie eine kleine Stimme die ganze Zeit in meinem Kopp als ich, nach Jahren, mal wieder Bang Boom Bang gesehen hab. Einer der tollsten Filme der letzten 10 Jahre ohne große Effekthascherei und ohne miefigen Pathos. Die Charaktere sind perfekte Imitationen des Feelings im Ruhepott. Das ganze spielt nämlich mitten in Dortmund bzw. Unna und Holz-Wickede. Da wo man noch so spricht wie mita Pommesgabel im Mund aufe Welt gekomm'.
Da dürfen auch Ausdrücke wie "Ey, die Olle war ja wohl schäbbich wie nie Nacht!" nicht fehlen.^^
Tolle "Gangster-Komödie" im Ruhrpottgewand die sich vor (Jetztschon-)Klassikern wie Pulp Fiction und The Big Lebowski verneigt.
9von10

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen

Dein Kommentar erscheint, wenn er sorgfältig per Hand freigeschaltet wurde ;)