22.04.2009

Virus Undead - Review

Zombiefilme gibt es wie Sand am Meer. Besonders in den letzten Jahren, seitdem sich anscheinend jeder Penner mit einer Kamera als Regieseur bezeichenen und so einen Müll wie Zombie Night verzapfen darf. Zombiefilme aus Deutschland hingegen sind eine Seltenheit. Gute Zombiefilme aus Deutschland sind noch seltener. Wie gut denn nun Virus Undead, der schon in der Deadline gelobt wurde, ist wollte ich dann auch gerne rausfinden...



Die Story von Virus Undead ist schnell erzählt: Um den Nachlass seines Großvaters zu verwalten, muss Robert mit seinen beiden Freunden Eugen und Patrick (alle übrigens Mediziner) für ein paar Tage raus auf's Land. In seiner alten Heimatstadt angekommen trifft Robert auf den Dorfschläger der noch ein Hühnchen mit ihm zu rupfen hat und natürlich seine verflossene Liebe Marlene.
Man entschließt sich das Anwesen des Verstorbenen Großvaters für eine kleine Party zu nutzen und lädt Marlene und ihre Freundin Vanessa noch am selben Abend ein.
Was die Gruppe von Freunden nicht bemerkt, ist dass sich langsam und allmälig die gesamte Landbevölkerung, einem mutierten Vogelgrippevirus sei Dank, in zombieartige Wesen verwandelt. Als dann der mutierte Dorfschläger, gefolgt vom Rest der Dorfbewohner,auftaucht geht der Kampf ums Überleben richtig los.

Virus Undead ist eine netter kleiner deutscher Zombiefilm. Es ist alles da was man so braucht. Gut gemachte Effekte, etwas Gore, dichte Atmosphäre und vorallem viele Zombies. Besonders einzelne Charaktere haben es geschafft das ganze etwas Interessanter zu machen. Da wäre zum einen Eugen. Der Typ hat einfach eine Vollmeise. Von Anfang an wirkt er schon merkwürdig. Als er dann im Verlauf des Films anfängt über das Ausstopfen von Tieren zu philosophieren wird es bizarr. Da werden die Erinnerungen an Norman Bates wach.
Der zweite Character der mit positiv aufgefallen ist, ist Vanessa. Normalerweise rechnet man in Horrorfilmen mit der hysterischen Tussie die die ganze Zeit nur rumschreit und katatonisch in der Ecke sitzt. Zugegeben: Wenn "Vanessa" das erste Mal auftaucht denkt man zunächst wieder "Tussie!!!". Doch als es dann hart auf hart kommt, zeigt dieser Character wie man Ruhe bewahrt und vor allem wie man Zombies richtig mit einem Vorschlaghammer maltretiert!
Die anderen Charaktere wirken hingegen etwas unbeholfen. Patricks Charakter ist schon von Anfang an festgefahren: Der coole Playboy der immer 'nen coolen Spruch drauf hat und ohnehin aussieht wie DER BWL-Student.
Das gezanke zwischen Marlene und Robert ist auch nicht besonders interessant und nimmt der Geschichte für meinen Geschmack etwas zu viel Tempo.
Ansonsten hab ich eigentlich nicht viel an Virus Undead zu meckern. Wenn man sich früh genug von dem Gedanken verabschiedet dass es auch hier wieder keine "richtigen" Zombies sind (die Zombies können Leute durch die Gegend werfen) und von dem ein oder anderem etwas platten Dialog absehen kann, kann man sehr gut unterhalten werden.

7von10

Eine Information zur DVD:Laut Online Film Datenbank ist nicht sicher ob der Film nun wirklich ungekürzt ist. Allerdings wirkte die Version aus der Videothek die ich gesehen habe nicht wirklich "verstümmelt"...



Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen

Dein Kommentar erscheint, wenn er sorgfältig per Hand freigeschaltet wurde ;)