17.02.2009

Waschmaschine Part II

Tja, es gibt nun einmal keine Fortsetzung zu Apocalypse now. Und das ist auch gut so... Wenn es zu der Waschmaschinen-Sache auch keine Fortsetzung gäbe, wäre das ebenfalls gut so. Aber wir alle kennen das Schicksal und was wir noch besser kennen ist die dümmlich grinsende Ironie desselben. Einige Dinge sind schlichtweg unvermeidlich. Wir kaufen eine neue Vase und genau diese schmeißt unsere Katze herunter. Wir werden Präsident, versprechen den Terror zu bekämpfen und machen ihn in einem fremden Land selbst. Die Regel ist verhältnismäßig einfach: Was schief gehen kann, wird schief gehen, danke Murphy. (Murphy sagt damit zwar sowas ähnliches und banales wie: alles was gelb ist ist gelb, aber davon wollen wir mal absehen...)

Es kann also nicht sein, dass ein Handwerker kommt und die Maschine einfach repariert. Nein. Das wäre zu einfach. Nachdem das Schicksal uns eine blutige Nase verpasst hat wird es nicht darauf verzichten uns in die Weichteile zu treten. Wer würde das schon? Wir krümmen uns also vor Schmerz, weil die Handwerker die Maschine komplett auseinander nehmen müssen und das 140 Euro kosten soll und als alles wieder fein zusammengebaut ist und die Maschine getestet wird, klemmt das Wäschestück (das wir für zerrissen und neutralisiert gehalten hatten) immernoch. BÄM. Wir liegen am Boden und rollen uns, die Hände fest in den Schritt gepresst, stöhnend hin und her. 160 Euro pauschal, die Maschine muss mit und der schwitzende dickliche Mann und der dünne, jüngere Mitarbeiter holen schon mal die Sackkarre. Über den erwareten dicklichen Mann muss ich mich übrigens ein wenig korrigieren, er hatte ein Unterhemd, das in seine Hose gestopft war, sodass er gar kein Dekoltee haben konnte. Und er war nicht einfach dicklich, der Typ war stark! "Na, sie sehen ja, man kann die Trommel wohl andrehen, aber da sitzt was fest" und man reißt sich zusammen, damit man nicht schreibt: "Ja klar Alter, DU kannst die Trommel andrehen, DU BIST JA AUCH DER VERDAMMTE HULK!"...

Nützte nur alles nicht, brachiale Gewalt und Freundlichkeit. Wäsche ist Wäsche, übrigens ist "es" kalkweiß , labberig und offensichtlich sehr hartnäckig. Wahrscheinlich ein Slip. Oder Madonna. Man weiß es nicht, wir werden es erfahren, wenn sich die schwitzenden Engel heute oder morgen melden.

Das alles ist aber nicht genug. Ich hocke hier und Christian schreibt in einer halben Stunde eine Klausur, die er nach allen Regeln der Wahrscheinlichkeit nicht bestehen kann. (Wer mehr dazu wissen will, hier der Link zu Christians Blogeintrag) Das ist deprimierend. Zwar wird er die Klausur nachschreiben und bestehen (ja, ich bin mir sicher, nein, das hat nichts mit blinder Liebe zu tun...), aber trotzdem macht es ihn fertig und ergo auch mich. Dazu noch eine rollige Katze (jup, es hat Jule wieder erwischt) und der Frusttrations-Kuchen ist vollendet und vor allem die zerriebenen 160 Euro-Schnipsel machen ihn sooooo appetitlich.

Aber was beschwere ich mich, es könnte ja alles viel schlimmer sein und vor allem: sich dauernd beklagen ist langweilig (oder??). Strengen wir uns an. Mach die Augen zu und hab einen schönen Gedanken. UND WIE ZUR HÖLLE WECHSELT ER DAS KOSTÜM???? (Ich bin als Kind fast verrückt geworden über dieser Frage, soetwas hat mich schon immer gestört...) Na ja... egal... klappt eh alles nicht. Mit der Fähigkeit zu Fliegen hätte ich in diesem Fall sicher nichts gewonnen. Was bleibt also? Man dreht die Heizung auf, hört Musik und liest.

Oder man fährt in die Stadt und geht ins Museum. Mit Christian. Der gerade angerufen hat. Daher bin ich jetzt auch nicht mehr mit dem tollen Bild, das ich für diesen Eintrag geplant hatte, fertig geworden. Aber das reiche ich nach. Ich muss jetzt los. Bis später. Beschäftigungstherapie, ich komme!!!

Nachtrag: Wie man sehen kann ist das Bild fertig. Ja, ich weiß, es ist nicht allzu beeindruckend geworden...
Habe mir übrigens das neue Morrissey Album kaufen müssen und Mila hat sich offensichtlich getraut und ist zum Friseur gegangen. Bin sehr, sehr gespannt! Mila, zeig deine Haare her!!!!

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