08.11.2008

The Mutant Chronicles - Review


Maschinen aus dem Weltall, Mutanten, Söldner, viel Geballer und Splatter.
Mehr braucht man nicht um einen lustigen Filmabend zu erleben,oder doch?

Wir schreiben das Jahr 2707.Seit vielen Jahrzehnten herrscht Krieg. Vier Große Nationen kämpfen um die letzten Rohstoffvorkommen auf der Erde bis in einem Gefecht "die Maschine" wiederbelebt wird. Bei der Maschine handelt es sich um ein Außerirdisches Gefährt, dass Menschen in Mutanten verwandeln um so die Menschheit auszurotten. Die einzige Hoffnung für Menschheit lastet auf den Schultern einer Gruppe von Söldnern, mit dem Auftrag ins innere der Maschine vorzudringen um dort ein Artefakt anzubringen, das die Maschine zerstören soll.

Um es Kurz zu machen: Mutant Chronicles ist gute Unterhaltung für 100 Minuten. Mehr leider nicht. Die Story allein ist nicht besonders innovativ. Es ist die typische "Die-Welt-steht-kurz-vorm-Ende-und-wir-schicken-ein-Speizialistenteam-los-das-uns-retten-soll"-Story. Ich muss dabei allerdings sagen, dass die Optik des Films bestechend ist.


Was mir gefallen hat:
Für eine B-Movie Produktion wurde hier einiges an Special Effects aufgefahren. Wahrscheinlich wurden sogar ca. 90% des Films vor Greenscreen gedreht, in etwa wie Sin City. Den Set- und Kostümdesingnern kann man nur gratulieren. Den kompletten Film könnte man als eine Comicartige Mischung aus Sin City, Dawn of the Dead(2004) und im Westen nichts neues bezeichnen, da besonders die Uniformen der Soldaten und die Kriegsmaschinerie designtechnisch an Ausrüstungen aus dem ersten Weltkrieg angelehnt sind. Die Gore Effekte sind zwar weitläufig über den Film verteilt, doch wenn es zu Kampfszenen kommt dürfe so mancher Gorehound auf seine Kosten kommen. Die Kampszenen sind recht gut koreografiert und machen Spaß.

Was mir nicht gefallen hat:
Leider können die optischen Vorzüge nicht über die Lücken in der Story und die unausgewogenen Charaktere hinwegtäuschen. Die meisten der Figuren weisen zwar Potential auf was allerdings im Eifer des Gefechts verloren geht. Besonders der "Held" Mitch Hunter der eigentlich viel als Protagonist hergeben sollte entpuppt sich als motivationslose und unausgegorene Figur von der man sich am Ende des Films irgendwie alleingelassen bzw. enttäuscht fühlt.


Einer der Charaktere der von seine Darsteller, Ron Perlman (Hellboy), gerettet wird, ist der Mönch Samuel. Ohne einen Darsteller von diesem Format wäre dieser vielschichtige Charakter einfach in der Masse von Figuren untergegangen.
Die Story weist leider, wie oben schon erwähnt, ein paar Lücken auf und wirkt auf kurz oder lang künstlich gestreckt um auf über 90 Minuten zu kommen. Besonders die Szenen in denen der Söldnertrupp zusammengestellt wird, sind meiner Meinung nach zu lang und nehmen dem Film unnötig Tempo.
Alles in allem kann "Mutant Chronicles" für ca 100 Minuten unterhalten. Die Optik weiß auf jeden Fall zu überzeugen kann den Film jedoch nicht vor seinen offensichtlichen Schwächen retten. Da ist es schon irgendwie schade, dass nicht etwas mehr Arbeit ins Drehbuch und die Charakterentwicklung geflossen ist.
Wahrscheinlich hätte das Script einen besseren Comic abgegeben.

Fazit:

6 von 10

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