21.08.2014

Trailer: Autómata


Nice...

via Reddit/movies

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05.08.2014

Die ersten 7 Minuten aus Star Wars Rebels



Bin beeindruckt. Wenn der Rest der Serie nur halb so viel Spaß macht wie die ersten 7 Minuten, kann das nur super werden.
Endlich sehen wir wieder Sturmtruppen und Imperiale wie ich sie noch als Kind kannte: als die Bösen. 
Es wäre interessant zu wissen wie die jüngste Star Wars Fan-Generation diesen Wechsel wahrnimmt. Immerhin sind die aktuellen 10 bis 20 Jährigen mit den Prequels und The Clone Wars aufgewachsen und deren Helden heißen mittlerweile Anakin, Obi Wan, Padme, Yoda oder sogar Rex und Cody.
Mit Rebels wird der erste Schritt gewagt eine ganz neue Fanbase zu gründen, die in 499 Tagen mit Episode VII den Anfang ihrer eigenen Trilogie miterleben darf. Spannende Zeiten für neue, mittlere und alte Fans.

viaStarWarsRebels auf Facebook

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29.07.2014

Trailer: Young Ones



Nach Mad Max Fury Road kommt noch ein postapokalypitscher Western auf uns zu: Young Ones von Jake Paltrow. 

In naher Zukunft geht den Menschen langsam das Wasser aus. Ernest (Michael Shannon) versucht so gut er kann seine Kinder, Jerome und Mary, vor den rauen Bedingungen dieser trockenen neuen Welt zu beschützen. Doch Flem (Marys Freund) findet, dass er die Führung auf Ernests Farm übernehmen sollte...

An sich klingt das Konzept nicht schlecht, und optisch scheint Young Ones auch einiges zu bieten zu haben. Der quasi-retro-futuritische Look hat was.
Was ich besonders interessant finde ist der Einsatz von BigDog - Boston Dynamics vierbeinigem Roboter-Hund-Transporter-Dings. Der Schritt aktuelle Wissenschaft in futuristischen Filmen einzubauen ist zwar nicht neu, verpasst dem Film allerdings eine weitere Spur Glaubwürdigkeit.

Young Ones ist schon auf ein Paar Festivals gelaufen. Wann oder wie der Film ins Kino oder auf Heimvideoformaten erscheint, ist noch nicht ganz klar.

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28.07.2014

Trailer: Mad Max Fury Road


Wie geil! Mad Max ist zurück! Als ich zum ersten Mal davon gehört hab, dass ein neuer Mad Max mit Tom Hardy in der Hauptrolle in der Mache ist, war ich schon an Bord. Wer braucht schon Mel Gibson wenn er Bronson haben kann?

Der Trailer zu Fury Road sieht schonmal hammermäßig aus und verspricht jede Menge oldschoolige Action und Stunts in einer postapokalyptischen Einöde. Ich freu mich jetzt schon. Wenn der Film nur halb so gut wie "Der Vollstrecker" wird, bin ich zufrieden.

via Geek!

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26.07.2014

Trailer: "The Death of Superman Lives" Doku



Und nochmal Kevin Smith (sort of): der erste Trailer zur Dokumentation "The Death of Superman Lives" wurde endlich veröffentlicht. 
Kinder, rückt mal etwas näher. Onkel Bender erzählt euch jetzt mal was: es gab mal eine Zeit - wir Erwachsenen nennen sie die 90er - da gab es mal einen guten Filmemacher der hieß Tim Burton. Der Herr Burton hatte zu dieser Zeit schon eine Menge guter Filme gemacht, wie zum Beispiel "Batman". Lange bevor Batman jedem seine Motivation erzählen musste und Superman als Mörder dargestellt wurde, sollte dieser Herr Burton auch einen Superman-Film machen. Einen Superman-Film mit Nicholas Cage als Superman nach einem Drehbuch von Kevin Smith.
Hätte ich diesen Film gerne gesehen? Auf jeden Fall! Anscheinend bin ich nicht der einzige der so denkt. Vorallem wenn man bedenkt, wie viele Fans sich von Zack Snyders "Man of Steel" verprellt fühlen, ist es kein Wunder, dass nun eine Doku über Supermans nie gedrehtes Abenteuer produziert worden ist. 
Was aus dem oben genannten Herrn Burton geworden ist, ist nicht ganz klar. Manche behaupten er macht immernoch Filme. Doch das halte ich für ein Gerücht...

via Blastr

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Trailer: Kevin Smith's "Tusk"



Wow! Wer hätte gedacht, dass die Prämisse "Michael Parks entführt Justin Long und verwandelt ihn in ein Walross." so gut aussehen könnte?
Zur Erklärung: Kevin Smith podcastet schon seit einger Zeit und vor einer Weile haben er und seine Freunde ein Wenig über eine Nachrichten-Story herum geblödelt. Darin ging es um einen Kanadier der jemanden dafür bezahlen wollte als Walross verkleidet in seinem Haus rumzuhängen. Für Smith klang das wie die Kanadische Version von "The Human Centepide" und er fragte sich wie das wohl als Film aussehen würde. Kurz darauf startete er eine Umfrage per Twitter, ob auch andere sowas sehen wollen würden: über #WalrusYes oder #WalrusNo sollte über Kevin Smith's nächstes Projekt abgestimmt werden. Das Ergebnis seht ihr oben.

Ich finde der Trailer sieht schonmal verdammt gut aus. Ein kanadisches "Texas Chainsaw Massacre" mit einer ziehmlich abgefuckten Form der "Tierliebe" und typischem Kevin Smith Humor.

via ShockTillYouDrop

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23.07.2014

Fantasy Filmfest 2014 - Trailer und erste Programm Highlights

Pflichttermin im Kalender aller Liebhaber des im weitesten Sinne fantastischen Films: das Fantasy Filmfest 2014. Nachdem vor einiger Zeit der erste Trailer für das FFF 2014 zu sehen war (siehe unten) gibt es langsam auch immer mehr Informationen zum Programm der diesjährigen Tour durch 7 deutsche Städte. Und soweit wir das hier beurteilen können, werden einige echte Highlights dabei sein.

Am 7.8.2014 startet das FFF in Berlin und wandert dann weiter über Frankfurt, Stuttgart, Nürnberg, München und Hamburg bis nach Köln, wo es am 21. September sein Ende findet. Wir überlegen schwerstens, ob wir uns in Köln auch den einen oder anderen Film ansehen, denn je mehr Titel für das Programm bekannt werden, umso mehr läuft uns das Wasser im Mund zusammen.

Filme, die es uns besonders angetan haben, sind zum Beispiel "Blue Ruin" von Jeremy Saulnier, "The Rover" von David Michôd und nicht zuletzt "Suburban Gothic" von Richard Bates Jr.. Da wir schon Gelegenheit hatten, Blue Ruin zu sehen, können wir was diesen Titel angeht sagen: es lohnt sich (eine Review wird folgen)! Auf Suburban Gothic bin ich derweilen extrem gespannt, weil mir schon Richard Bates Jr.s "Excision" so gut gefallen hat (auch da sollte ich vielleicht mal was zu schreiben...).

Das bisherige Programm und neue Entries findet ihr auf der Fantasy Filmfest Homepage, da gibt es dann auch Infos zu allen Terminen, Preisen und allem, was man sonst so wissen muss. Hier erstmal der Trailer, der mit lustigen Animationen vor allem die Stimmung rüberbringt.


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22.07.2014

Filmrezension: Die Muse (2011) von Christian Genzel

Manchmal werden gute Filme in deutscher Sprache gemacht. Gute Filme, die einen das Herzblut spüren lassen, das in ihnen steckt, und die es trotz begrenzter Mittel schaffen auf allen Ebenen zu überzeugen. Einer dieser Filme ist Die Muse (2011) von Christian Genzel.

Die Story von Die Muse ist schnell erzäht: eine junge Frau namens Katja wacht in einer Zelle in einem Kellerraum auf. Hinter den Gitterstäben befinden sich ein Schreibtisch und ihr Entführer Peter Fischer. Peter Fischer ist Autor, den eigenen Angaben zufolge ein sehr guter Autor, der auf der Suche nach Inspiration ist und glaubt, sie in Katja gefunden zu haben. Katja soll seine Muse sein, ein Teil seiner großen, wichtigen Vision werden. Dass Katja dabei nicht mitspielen will ist klar und so entbrennt zwischen der Muse-wieder-Willen und dem "wichtigen" Autor ein Machtkampf, bei dem alle Mittel recht sind und schnell klar wird, dass nicht alles in diesem Spiel ist, wie es scheint.

Was wie eine 0815-Thriller-Story mit Kidnapping Thema klingt, ist tatsächlich ein Thriller mit klassischen und daher bekannten Kammerspiel-Elementen. Was Die Muse allerdings von anderen Filmen ihrer Art unterscheidet ist, dass es sich um einen wirklich guten Film handelt. Wirklich gut im Sinne von: engagierte und glaubhafte Darsteller, stimmiges Setdesign, sinnvolle und vielsagende Kameraführung und vor allem ein intelligentes, konsequentes und gut durchdachtes Drehbuch.
Schlussendlich geht es dann eben um das Gesamtergebnis, und dazu lässt sich sagen: Die Muse ist einfach spannend und macht aus einem klassischen Stoff etwas eigenes, das auch alte Film-Hasen überraschen und unterhalten kann.

Ein Kammerspiel, das auf kleinem Raum stattfindet und nicht von pausenloser Action, sondern von Dialogen und kleinsten körperlichen Gesten lebt, steht und fällt mit seinen Darstellern. Henriette Müller spielt Katja mit erfrischender Natürlichkeit, will heißen sie verzichtet auf ermüdende Theater-Theatralik und präsentiert einen echten Menschen, der sich plötzlich in einer ungewöhnlichen Notsituation befindet und damit umgehen muss. Thomas Limpinsel verfolgt mit Peter Fischer eine ähnliche Strategie und was leicht ein abgedroschener Autoren-Typus mit expressionistisch verklärter Wahnsinnsvision hätte sein können, wird in seiner Darstellung zu einem glaubhaften Menschen mit nachvollziehbarer Motivation und Gefühlswelt. Auch Jean-Luc Julien, der dritte im Bunde der Darsteller, macht seine Aufgabe gut und verkauft glaubwürdig den von mir aus Spoiler Gründen nicht weiter erwähnten Subplot.

Buch und Regie von Die Muse stammen wie schon erwähnt von Christian Genzel, den der eine oder andere vielleicht durch seinen Blog Wilsons Dachboden kennt. Die Muse von 2011 ist Genzels erster langer Spielfilm, vorher hat er Kurzfilme gemacht. Nicht immer gelingt es Independant Filmemachern den Sprung vom Kurz- aufs Langformat ohne großes Holpern zu überstehen, Christian Genzel hat mit Die Muse jedoch ganze Arbeit geleistet. Das starke Rückrad des Films bildet sein Drehbuch, das auf gängige Klischees verzichtet und mit Verstand und ohne Hollywood Allüren eine schlüssige, gut strukturierte Geschichte erzählt. Zwar kommt es in der Mitte des Films zu ein paar Längen, die sind beim rasanten Schluss, der tatsächlich actionreicher verläuft als vielleicht zu Beginn erwartet, aber schnell vergessen.

Was mir an Die Muse besonders gefällt ist, dass keiner der Charaktere zu einem Typus verkommt und niemand spontan Superkräfte entwickelt oder zum genialen Psycho-Duellanten mutiert. Katja ist eine ganz normale Frau, nicht mehr und nicht weniger und daher funktionieren eben auch nicht alle ihrer Flucht- und Verweigerungsstrategien. Genausowenig ist Peter Fischer ein böses Genie oder ein gewalttätiger Loser. Man mag es kaum glauben, aber: Die Muse kommt tatsächlich ganz ohne sexuelle Bedrohung aus. Sicher spielt es eine Rolle, dass hier ein Mann eine Frau entführt, um sie zu seiner Inspirationsquelle zu machen, aber eben nicht auf die platte Torture-Porn Art, die einem mittlerweile so sehr zum Halse heraushängt. Wichtig ist das Geschlecht der Entführten nur im Kunst-theoretischen Kontext des Films. Der ist besonders für Peter Fischer wichtig, denn er ergeht sich gern in literaturtheoretischen Diskursen und schwärmt vom geschriebenen Wort, seiner Wirkungsmacht und all dem Mitternachts-Talkrunden-Blabla, das Autoren gern von sich geben. Glücklicherweise fallen weder Katja noch der Film selbst darauf herein. Peters Plan und dem Drehbuch liegen andere, ökonomische Motive zugrunde, die schließlich dazu führen, dass Die Muse kein ruhiges Kammerspiel bleibt, sondern in handfeste Gewalt mündet.

Independant Filme gelingen, wenn sie auch aus begrenzten Mitteln ein Maximum an Film herausholen. Dazu benötigen sie die unerschütterliche Begeisterung für das Projekt und das gebündelte Know How aller Beteiligten. Beides spürt man, wenn man sich Die Muse anschaut.
Gibt es Abzüge? Klar. Zum Beispiel im Punkto Perrücken. Wie erwähnt gibt es in der Filmmitte auch ein paar Längen.
Insgesamt kann man jedoch mit gutem Gewissen den Hut ziehen und Die Muse von Christian Genzel mit überzeugten 8 von 10 Punkten bewerten. Wer Lust auf einen gut gemachten, intelligenten Thriller hat, der seine Zuschauer nicht für dumm verkauft, ist hier an der richtigen Adresse und unterstützt dabei auch noch den deutschen Independant Film.
Für einen Themen-Videoabend empfehle ich Hard Candy, Misery oder Der Tod und das Mädchen.

Wo könnt ihr Die Muse sehen? Im Internet. Seit dem 15ten März ist der Film als Video On Demand bei Vimeo zu sehen, Kostenpunkt 2,99$ zum Ausleihen, 4,99$ zum Kaufen. Hier der Link zum Film, wo ihr euch auch den Trailer anschauen könnt: Die Muse On Demand

Und zum Schluss noch eine Ankündigung: demnächst präsentieren wir auf der Brainbar ein Interview mit Christian Genzel. Darin wird es nicht nur um Die Muse gehen, sondern vor allem auch darum, wie man als Independant Filmemacher so lebt, wie die Film-Maschinerie hierzulande an sich funktioniert und natürlich wollen wir auch wissen, was Christian Genzel als nächstes macht. Seid also gespannt. 

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Star Wars: Rebels Extended Trailer


Das wird sooooo cool!

via StarWarsUnion

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14.07.2014

Buch-Rezension: ALIEN - Out of the Shadows

Name: ALIEN: Out of the Shadow
Autor: Tim Lebbon
Erscheinungsdatum: bereits erhältlich (Deutsche Fassung ab November 2014)
Verlag: Titan Books
Preis: ca. 6€


Als Fanboy der Alien-Saga warte ich (Prometheus mal ausgeklammert) seit Ewigkeiten auf neue Filme in der Reihe. Irgendwem bei 20th Century Fox scheint es ähnlich zu gehen, denn zum 35. Jubiläum von ALIEN hat man Titan Books nicht nur die Erlaubnis (den Befehl?) erteilt, Alan Dean Fosters Filmromane neu aufzulegen, man hat auch drei komplett neue Geschichten in Auftrag gegeben: Out of the Shadows von Tim Lebbon (erschienen im Januar) Sea of Sorrows von James A. Moore (erscheint Ende diesen Monats) und River of Pain von Christopher golden (erscheint im November).
Mit dem offiziellem Siegel von FOX wirken derartige Projekte (zumindest auf mich) weitaus interessanter als Bücher, die mal eben so von irgendeinem Verlag rausgehauen werden. Vor allem mit dem Anspruch zum offiziellem Kanon der Filme zählen zu wollen, hat man mich neugierig gemacht. 

Achtung: Diese Review beinhaltet leichte bis gravierende Spoiler in Bezug auf die Filme ALIEN und ALIENS. 

Die Story:

Der Minenfrachter Marion hängt unbekümmert im Orbit des Planeten LV178, bis beide Shuttle des Bodenpersonals zeitgleich fluchtartig zurückkehren. Das erste Shuttle kollidiert mit der Marion und richtet massive Schäden bei Schiff und Crew an. Aus dem Cockpit des zweiten Shuttles wird der Crew der Marion ein grausamer Anblick per Live Feed presentiert: die Rückkehrer platzen nacheinander auf und kleine Parasiten schlüpfen aus ihren Brustkörben. Das Shuttle landet im Hangar der Marion und seine totbringede Fracht wartet auf seine nächsten Opfer. Angeführt von Chris "Hoop" Hooper kann die Mannschaft der Marion nichts weiter tun als ein Notsignal zu senden, das Shuttle abzuriegeln, den Parasiten beim Wachsen zu zusehen und auf Rettung zu warten. 
Einige Wochen später erscheint ein Rettungsboot auf dem Radar der Marion, doch Anstatt einer Bergungsmannschaft finden der Rest der Crew an Bord der Narcissus eine einzelne Frau im Hyperschlaf: Ellen Ripley, die einzige Überlebende des Desasters auf der Nostromo.
Die Tatsache, dass Ripley schon mit den übel gelaunten Aliens zu tun hatte, hilft nicht gerade dabei, die Situation zu entschärfen, denn das Schiff ist im Begriff seinen Schäden zu erliegen und droht in der Atmosphäre von LV178 zu verglühen. Außerdem gibt es nur noch ein nutzbares Rettungsboot - Ripleys Schiff - und selbst wenn man darin die Flucht antreten will, braucht man Vorräte und Treibstoffzellen, die jeweils unten auf dem alienverseuchten Planeten gelagert werden. 
Es gibt also nur eine Möglichkeit zu fliehen: die Aliens aus dem Shuttle locken und töten, mit dem Shuttle auf dem Planeten landen und die ensprechenden Vorräte aus der Mine bergen. Klingt doch einfach...

Das Buch:
ALIEN: Out of the Shadows ist zeitlich zwischen ALIEN und ALIENS angesiedelt. Mich hat die Wahl dieses Settings zunächst stutzig bzw. skeptisch gestimmt. Immerhin ist es eine ziehmlich halzbrecherische Aktion den bereits etablierten Kanon so zu unterwandern, dass es hinterher auch noch Sinn ergibt. Lesern des Star Wars Expanded Universe dürfte es nicht neu sein, dass Geschichten in allen möglichen Formen veröffentlicht werden, die darauf beruhen zwischen den bekannten Filmen zu spielen. Schließlich trennen die Filme mehrere Jahre, da passt theoretisch noch einiges rein. 
Aber: Im Gegensatz zu Star Wars fließen die (ersten 3) Alien-Filme nahtlos ineinader... oder vielleicht doch nicht? 

Tim Lebbon hat es geschafft mit "Out of the Shadows" ein "gewagtes" Gedankenexperiment  in einen knackigen 300-nochwas-Seiten-Roman zu packen, den man nicht aus der Hand legen will. Ohne Mist. Wenn ich nicht zwischendurch noch andere Sachen zu tun gehabt hätte  (wie Schlafen, Essen, Uni, Eltern beim Umzug Helfen etc.) hätte ich das Buch an einem statt an sechs Tagen durchgelesen. Sobald man sich auf die Idee hinter der Story einlässt, kann man wirklich viel Spaß mit der Geschichte haben.
Der Roman fühlt sich an wie ein Amalgam der ersten 3 Alien-Teile in dem Elemente der Filme zusammenführt werden um daraus etwas komplett eigenes zu schaffen. Wer mal ALIEN Trilogy auf Playstation gezockt hat, versteht wahrscheinlich noch besser was ich meine. Würde ich hier weiter ins Detail gehen, würde ich ich schon in Spoiler-Gefilde abrutschen.

Wer den Anfang ALIENS kennt, kann sich schon vorstellen, welchen Kurs Out of the Shadows gegen Ende einschlagen dürfte: Zum Schluss muss Ripley irgendwie wieder in ihrer Rettungskapsel landen und ins Nichts geschickt werden.
An dieser Stelle werde ich nicht verraten ob außer Ripley noch jemand irgendwie überlebt oder nicht. Darum geht es auch nicht wirklich. Wichtig ist, dass die neuen Charaktere im Buch tatsächlich Charaktere sind. Anstatt aus jeder Figur nur Kanonenfutter #1, #2, #3 und so weiter zu machen hat Lebbon sich dafür entschieden jeden zu behandeln wie einen Charakter dessen Ende nicht feststeht. Dies ist ein wichtiger Punkt, den sich das Buch deutlich mit ALIEN und ALIENS teilt. Auch wenn man ein bitteres Ende für die Crew der Nostromo oder für die Colonial Marines ahnt/geahnt hat, nehmen einen die Schicksale schon irgendwie mit. (*der Autor vergießt ein imaginäres Bier für William "Game over, man! Game over!" Hudson im Rinnstein*)
Ein Punkt der mir in einem Buch das im Alien-Universum spieltbesonders wichtig war, wurde so gut gehandhabt wie nur irgendwie möglich: Gender-Politik. In den Filmen hat das Geschlecht der Charaktere zu 99% nie eine Rolle gespielt. Ripley wurde erst kurz vor Drehbeginn zu einer Frau umgeschrieben. Am Charakter und seinen Handlungen wurde nichts geändert. Bei Out of the Shadows fühlt es sich so an als hätte Tim Lebbon das fertige Manuskript vor sich liegen gehabt, daneben eine Liste der Charakternamen und eine Münze. Die Geschlechter wurde dann per Münzwurf zugeteilt. Perfekt.
Die Figuren haben sogar Eigenschaften und Eigenheiten: wie echte Personen. Vielleicht betone ich das jetzt etwas häufiger als normalerweise nötig, aber es scheint mir nötig, um dem Buch gerecht zu werden. Es ist einfach erfrischend, wenn man einen Scifi-/Horror-Roman liest, in dem einem nicht jeder Charakter am Arsch vorbei geht. Ein Phänomen das heutzutage vorallem in Genrefilmen zum "Guten Ton" zu gehören scheint.

Besonders positiv ist mir die Darstellung von Ripley aufgefallen. Immerhin steht und fällt eine ALIEN Geschichte mit dem Bild, das von Ripley gezeichnet wird. Wenn wir nicht die Ripley aus den Filmen vor uns sehen, ist das Buch überflüssig. Ripley wird hier noch deutlicher als es in ALIENS möglich war mit ihrem Shell Shock konfrontiert. Lebbon ist der Frage nachgegangen, was eine Konfrontation mit den Xenomorphen mit einem Menschen anstellt. Was bleibt von deiner Psyche übrig, wenn sich dir deine fleischgewordenen Alpträume gegenüberstellen? Für Ripley lautet die Antwort auf diese Frage: Alpträume, in denen man wieder und wieder mit ansehen muss wie die eigene 10 Jährige Tochter wieder und wieder von Chestburstern zerfetzt wird. Da ist es kein Wunder, dass Ripley es sich zum Ziel gemacht hat so viele von den Biestern wie möglich zu vernichten.

Fazit:

Wie man merkt, kann ich nicht wirktlich schlecht über das Buch reden. ALIEN Out of the Shadows ist ein Fahrstuhl zur Hölle und zurück. Wer die Alien-Filme mag und sich auf eine Geschichte zwischen ALIEN und ALIENS einlassen kann/will, sollte wirklich zugreifen. Der Roman hat alles, was man als Fan der Saga will: Action, Horror, Spannung, coole Einfälle und jede Menge Aliens. 

"Not bad for a human." 7,5 von 10

[Wer sich mit dem englischen Text schwer tut, muss sich übrigens nicht ärgern. Im November erscheint bei Heyne die deutsche Übersetzung.]

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